Geheimvertrag von Bogenhausen

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Der Geheimvertrag von Bogenhausen war ein im Jahr 1805 geschlossener Vertrag zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Frankreich. Er führte letztendlich zur Entstehung des Königreichs Bayern.

Die politische Neutralität des territorial stark zersplitterte Bayern war in der Zeit der Napoleonischen Kriege zu einer existenziellen Gefahr für den bayerischen Staates geworden. Insbesondere auf Betreiben von Freiherr Maximilian von Montgelas wurde am 25. August 1805 in einem Gartenhaus in Bogenhausen dieser Vertrag unterzeichnet. Napoleon sicherte darin Bayern die Gebietsgewinne in Franken und Schwaben zu und dem bayerischen Kurfürsten wurde die Königswürde zuerkannt. Als Gegenleistung musste Bayern Frankreich militärischen Beistand leisten. Der Vertrag hielt bis 1813, als Bayern kurz vor der Völkerschlacht von Leipzig die Fronten wechselte und dadurch schließlich auf der Seite der Sieger stand. In den Friedensverhandlungen (Wiener Kongress 1814/15) konnte Bayern seine territorialen Gewinne und den Titel als Königreich behaupten.

Siehe auch

Weblinks

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