Felix Joseph von Lipowsky

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Felix Joseph von Lipowsky (* 25. Januar 1764 in Wiesensteig, † (20.) 21. März 1842 in München) war ein bayerischer Jurist, Historiker und Archivar.

Als Wohnort Lipowsky's ist das ehemalige Gebäude 4 in der Weinstraße überliefert. Alckens kennt hier noch die Gedenktafel, die an der Fassade des Hauses angebracht war. Für den Todestag setzt er hier, durch die Inschrift der Tafel gegeben, den 20. März 1842 an. Allerdings bedauert er bereits bei seiner Inventarisierung der Gedenktafeln das Fehlen einer älteren Inschrift. Um die Richtigkeit der ehemaligen Wohnstätte noch weiter zu untermauern, findet sich dazu in der Münchener Politischen Zeitung 1842, 43. Jahrgang, folgende Bekanntmachung:

Das Königl. Kreis- und Stadtgericht München. Der Rücklaß des Zentral-Rathes und Reichs-Archivars Joseph Felix Lipowsky wird am Montag den 18. d. Mts. in der Weinstraße Nro. 4/3 an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Nachfolgend die zu versteigernden Objekte (die wir hier nicht aufführen). Geschrieben am 8. April 1842, veröffentlicht durch den königl. Direktor Joseph Barth.

Das Lipowsky Grabdenkmal findet sich auf dem Südfriedhof. Areal 12, Reihe 13, Nummer 27. Ein weiterer Gedenkstein ist nicht überliefert. In den Arkaden des Leichenackers wurde im Jahre 1883 eine Büste aufgestellt (vmtl. kriegszerstört). Als dauerndes Andenken an diesen Mann zeugt nur mehr der im Jahre 1877 verliehene Straßenname, die Lipowskystraße in Sendling. Die Gedenktafel auf Weinstraße 4 aus dem Jahre 1861 ist leider verschollen.

Während seiner Tätigkeit für verschiedene Regenten dieser durch kriegerische und religiöser Umbrüche bestimmten Zeit entstanden einige von ihm verfasste Schriftstücke. Einige wie folgt gelistet.

  • 1800 Zängl, München. Historische Nachrichten über die Wallfahrts-Kirche zu Ramersdorf.
  • 1800/1801, Verlag Josef Lentner, München. Agnes Bernauerin historisch geschildert.
  • 1809, Verlag Fleischmann, München Bürger-Militär Almanach für das Königreich Baiern 1809.
  • Dezember 1815, Druckerei Franz Storno Urgeschichte der Stadt München - nebst einem alten Plane dieser Stadt Teil 1.
  • 1815, lithografische Kunstanstalt München. Bildnisse der Regenten Baierns aus der Wittelsbacher königlichem Stamme mit derselben biographischen Notizen.
  • 1816, Buchhändler Jakob Giel, München. Geschichte der Jesuiten in Baiern.
  • 1819, Verlag Lentner, München. Geschichte der Jesuiten in Schwaben.
  • 1820, Buchhändler Jakob Giel, München. Des Churfürstens von Baiern Maximilian Emanuel Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden und dessen Feldzüge.
  • 1822, Verlag Lentner, München. Materialien zur baierischen Strafgesetzgebung.
  • 1830, Buchhändler Jakob Giel, München. Lebens- und Regierungs-Geschichte des Churfürsten von Bayern Karl Albert nachmaligen Kaisers Karl VII.

Quellen und Nachweise

  • Beck, bei Wolf erschienen: Münchener Politische Zeitung, 43. Jahrgang Sammelband 1-6, 1842. (Abschnitt 467. Bekanntmachung)
  • Alckens: Die Gedenktafeln ... (S.51 Text der Tafel, Todestag 20. März)
  • Hufnagel: Berühmte Tote im Südfriedhof .... (S.150 Hier das Todesjahr mit 1844 angegeben.)
  • Kein Author genannt: Der Münchener Gottesacker ...,Verlag Georg Franz, München. Zu Allerseelen 1855. (S.14 Grabstandort, leider keine Auskünfte über das Denkmal selbst.)
  • Rambaldi: Münchener Straßennamen (S.159-160 Jahr der erstnennung der Straße. Jahr der Errichtung einer Gedenktafel an der Weinstraße 4. Büste zu Ehren Lipowsky's. Todestag auch mit dem 20. März gelistet.)
  • Bei Fleischmann erschienen: Baierische Landtags-Zeitung; jg. 20, no.440, 25. August 1819, die Kammer hat den quitierenden königl. Kreisrath Lipowsky zum Archivar erwählt.

Die Buchhändler

  • Giel Jakob. (Sohn, Joseph Mathias Jakob Giel † 17.04.1857, 46 Jahre alt. Verh. am 4.06.1849, mit Karolina Göppner) Buchhandlung/Buchhändler und Besitzer einer Leihbibliothek in der Löwengrube auf Hausnummer 20. (*1834-1854). Vormals in der Dienerstraße 204. (* - 1828). Nachmals in der Burggasse 12. (*1856)
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