Eduard Brücklmeier

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Dr. Eduard Brücklmeier (* 8. Juni 1903 München; † 20. Oktober 1944 Berlin-Plötzensee, hingerichtet) war ein Jurist, der als Legationsrat im Auswärtigen Dienst tätig war und der wegen seiner Verbindung zum Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 vom so genannten Volksgerichtshof unrechtmäßig zum Tode verurteilt wurde.

Brücklmeier wuchs in Leipzig auf. Er studierte Rechtswissenschaften und Nationalökonomie ab 1923 unter anderem an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Leipzig, Würzburg und Lausanne. In München trat er dem Corps Bavaria bei.

Er hatte 1934 einen Aufnahmeantrag in die NSDAP gestellt und wurde leitendes SS-Mitglied. 1939 wurde er wegen angeblich defätistischer Äußerungen denunziert und vom Chef des RSHA verhört. Er wurde am 21. Oktober 1940 aus dem Auswärtigen Dienst entlassen und in den Ruhestand versetzt. Danach leiste er Kriegsdienst in Frankreich und war ab 1941 bei verschiedenen Wehrmachtsdienststellen in Berlin eingesetzt. Ab 1942 war er bei der Firma Nordsee GmbH in Berlin angestellt.

Bereits 1938 und 1939 war er aktiv an einer Verschwörung gegen Hitler beteiligt. In einem Kabinetts-Plan der Widerstandskämpfer war Brücklmeier als Staatssekretär des Außenministeriums vorgesehen. Der Widerstandskämpfer wurde im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 am 20. Oktober 1944 im Gefängnis Plötzensee in Berlin erhängt.

Siehe auch

Literatur

  • Detlef Graf von Schwerin: Dann sind's die besten Köpfe, die man henkt. Die junge Generation im deutschen Widerstand. Piper Verlag, München, 1991. ISBN 3-492-03358-X
  • Sebastian Sigler: Brücklmeier – Mann des 20. Juli. In: Sebastian Sigler (Hg.): Freundschaft und Toleranz. 200 Jahre Corps Bavaria zu Landshut und München. Akademische Verlagsgemeinschaft, München, 2006.
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