Das Ameisen-Problem

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Es gibt in München und seiner Umgebung biologisch betrachtet ein Ameisen-Problem.

In für diesen Tieren günstigen Zeiten haben die Ameisen in München Kinder und Eltern regelrecht von Spielplätzen vertrieben. „Es ist tatsächlich an manchen Stellen wie in einem Horrorfilm, dass der Boden völlig bedeckt ist. Die Tiere sind binnen weniger Minuten überall an einem“, sagt der Münchner Biologe Volker Witte.

Normalerweise bilden die Tiere Kolonien, die sich gegenseitig bekämpften und damit die Ausbreitung gegenseitig begrenzen. Doch die sechs Millimeter große schwarze Formica fuscocinerea hat sich offenbar im gesamten südlichen Oberbayern in einer Art Superkolonie ausgebreitet. Es ist eine Art Megafamilie, in der alle Tiere verwandt sind.

Tausende Königinnen sitzen in unterirdischen Nestern und produzieren permanent Eier. Letztlich ist es nur eine Frage der Nahrung, wie viele sie großziehen können.“

Entwarnung zum Teil: Für den Menschen sind Ameisen ungefährlich. Ja aber - sie können beißen und die schmerzhafte Ameisensäure versprühen. Kinder reagieren z T sehr ängstlich.

Weblinks

Literatur

  • Bert Hölldobler, Edward O. Wilson: Ameisen. Die Entdeckung einer faszinierenden Welt. Birkhäuser, Basel, 1995, ISBN 3-7643-5152-7.
  • Bert Hölldobler, Edward O. Wilson: Der Superorganismus. Der Erfolg von Ameisen, Bienen, Wespen und Termiten. Springer, Berlin, 2010, ISBN 978-3-540-93766-1.
  • Bert Hölldobler, Edward O Wilson: Auf den Spuren der Ameisen, 2013, bei Springer Spektrum (etwas kürzer ! )
  • Wolfgang Schwenke: Ameisen: der duftgelenkte Staat (LB-Naturbücherei). Landbuch Verlag, 2. Auflage, Hannover 1996, ISBN 978-3-7842-0309-6.
  • Bernhard Seifert: Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas. Lutra, Görlitz/Tauer 2007, ISBN 978-3-936412-03-1.