Bayerisches Hilfswerk

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Das Bayerische Hilfswerk wurde kurz nach dem Krieg im Jahr 1945 als "Bayerisches Hilfswerk für die durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen" gegründet und dem Staatskommissariat unterstellt. Es befand sich in der Möhlstraße 14. Das Hilfswerk war eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit seiner Zentrale in München und zwölf Außenstellen. Es betreute hauptsächlich die etwa 18.000 ehemals Verfolgten jüdischer Herkunft, die sich unmittelbar nach Kriegsende in Bayern aufhielten. Häufig bestand die Hilfe in Form konkreter und kurzfristiger Sofortmaßnahmen, die das Leben nach dem Überleben erleichterten. Im Laufe der Zeit wurde es zu einer Art Konkurrenz des Landesentschädigungsamtes und – so ein gängiger Vorwurf – als kommunistisch unterwandert angesehen. Mit Erlass des BundesentschädigungsgesetzesW war das Landesentschädigungsamt nur noch allein zuständig.

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