Bayerischer Bauernbund

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Der Bayerische Bauernbund (BB) war im Kaiserreich und der Zeit der Weimarer Republik eine Partei in Bayern. Er vertrat von 1893 bis 1933 die Interessen eines Teils der ländlichen Bevölkerung im bayerischen Landtag und im Deutschen Reichstag. Er hatte seine Hochburgen in den altbayerischen Gebieten, war aber auch in Schwaben durchgehend stark vertreten. Im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Interessenorganisationen (Bund der Landwirte, Landbund, Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei) war seine Programmatik liberal und in Abgrenzung zur Zentrumspartei bzw. zur Bayerischen Volkspartei betont nicht-klerikal. Seit 1922 nannte er sich Bayerischer Bauern- und Mittelstandsbund. 1933 erfolgte die Selbstauflösung mit einer Beitrittsempfehlung für die Nsdap.

Mit Johann Wutzlhofer (1871-1939) war der Bauernbund von 1920 bis 1923 als Landwirtschaftsminister an der Regierung in München beteiligt.

Johann Baptist Sigl (1839–1902]] gab sein Organ, die katholische Zeitung Das bayerische Vaterland heraus. Das bayerische Vaterland wurde bekannt und beliebt in ganz Bayern wegen seiner offenen Kritik am (preußischen) Reichskanzler und der deutschen Reichspolitik. Auch die sonst anti-preußische Berichterstattung war ein wesentliches Merkmal seiner Zeitung.

Angesichts der hohen Verluste während des Krieges 1870/71 mit Frankreich nannte Sigl die neue deutsche Kaiserkrone nur die vergrößerte preußische Pickelhaube.


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