Claus Bastian

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Der Jurist Claus Bastian (* 23. März 1909 in Biebrich am Rhein; † 26. Juni 1995 in München) war deutscher Maler, Bildhauer, promovierter Jurist und er war der erste Häftling im neu errichteten Konzentrationslager Dachau (Häftlingsnr. 1).

C. Bastian wuchs gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern in Utting am Ammersee auf. Sein Vater Richard Bastian war ein bekannter Ingenieur, der leitend am Hafenausbau europäischer Großstädte beteiligt war und als Konstrukteur des Profils der Eisenbahn-Schienen bekannt wurde. Nach dem Abitur studierte er an der Universität München Rechtswissenschaften. Ab 1929 machte Bastian ein Auslands-Jahr an der Sorbonne in Paris. In der Zeit arbeitete nebenbei als Stepptänzer im Folies Bergère und bewegte sich gesellschaftlich in Künstlerkreisen. Nach seiner Rückkehr wurde er kurzzeitig Mitglied der KPD, gründete mit anderen den marxistischen Studentenbund und war Anfang der 1930er Jahre Hochschulmeister im Boxen.

Am 9. März 1933 wurde Bastian verhaftet und nach Gefängnisaufenthalten von Landsberg am Lech am 22. März 1933 mit einem ersten Gefangenentransport zur ehemaligen Pulver- und Munitionsfabrik bei Dachau gebracht. Im KZ Dachau wurde er als erster Häftling registriert und nach schwerer Haftzeit ohne Begründung im September 1933 aus dem Konzentrationslager entlassen.

Nach der Haftentlassung konnte Bastian zu Ende promovieren und seine Referendariatszeit bei der Münchner Handelskammer absolvieren.

Von 1936 bis 1938 lebte er mit seiner Familie in einem Haus der Künstlerkolonie in Dachau und bewirtschaftete anschließend ein landwirtschaftliches Gut in Tirol.

1939 wurde er zum Krieg gegen die Sowjetunion als Soldat eingezogen. Er gab später an, nicht einen Schuss abgegeben zu haben. Vor Kriegsende wurde Bastian aufgrund von „Beleidigung des Führers“ und „Selbstverstümmelung“ vor ein Kriegsgericht gestellt und entging einem Todesurteil.

]Nach Kriegsende war Bastian als niedergelassener Rechtsanwalt tätig.

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