Arnold Sommerfeld

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Arnold Sommerfeld (mit allen Vornamen Arnold Johannes Wilhelm; * 5. Dezember 1868 in KönigsbergW; † 26. April 1951 in München) war Mathematiker und theoretischer Physiker.

Leben

Als Sohn eines Arztes studierte er Mathematik in Königsberg und promovierte 1891. Nach dem Militärdienst ging Sommerfeld an die Universität Göttingen. 1897 erhielt er eine ordentliche Professur in Clausthal, 1900 an der RWTH Aachen, bis er schließlich 1906 eine Professur für theoretische Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München antrat. Hier verbrachte er den Rest seiner Laufbahn bis zu seiner Emeritierung 1935, unterrichtete aber noch weiter bis 1940.

Sommerfeld starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls und wurde auf dem Nordfriedhof beerdigt.

Arbeitsgebiete

Arnold Sommerfeld war einer der ersten Physiker in Deutschland, der die spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein verstand und propagierte. Auch an der entstehenden Quantentheorie wirkte er wesentlich mit, so zum Beispiel durch eine Erweiterung des Bohrschen Atommodells zum Bohr-Sommerfeldschen Atommodell. So zählte er neben Einstein und Planck zu den Begründern der Quantentheorie in Deutschland.

Ehrungen

1931 erhielt er den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

Nach ihm benannt wurden das Arnold Sommerfeld Center, ein Forschungszentrum für theoretische Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität, der Arnold-Sommerfeld-Preis der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Sommerfeldzahl, eine Kenngröße in der Hydrodynamik und die Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante, die er 1916 fand.

Die Arnold-Sommerfeld-Straße in Neuperlach trägt ebenfalls seinen Namen.

Das Thema "Arnold Sommerfeld" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Arnold Sommerfeld.