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Version vom 28. März 2006, 23:44 Uhr
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"für unsere arabischen mitbürger in sendling"??? Ich hoffe wir haben keine "arabischen Bürger" in Sendling! (Für Touristen braucht München wohl kaum Moscheen erbauen.) Wir haben hoffentlich "Deutsche" in Sendling, also deutsche Staatsbürger mit arabischer oder sonstiger Herkunft. Alle Staatsbürger sollen die Freiheit haben, ihre Religion zu wählen und auszuüben. | |||
Ob es "nur" eine Annäherung bewirken kann, wenn man 2 verschiedene Gotteshäuser frontal gegenüber baut, das bezweifle ich. Ich möchte dort in Sendling jedenfalls nicht wohnen. Obwohl, möglich wäre eine erzwungene Toleranz natürlich schon. | |||
Verständigen würde ich mich mit "denen" auch gern, nur in dem Miethaus in dem ich wohne sind jene Leute leider der deutschen Sprache nicht recht mächtig. Nun frage ich euch, wie ich mich also verständigen soll, als deutscher, geläuteter Gutmensch, der aus der deutschen Vergangenheit gelernt hat? Soll ich türkisch lernen? Jedes Gespräch das über ein "Hallo" hinaus gehen möchte, muss mit Händen und Füssen geführt werden. Frage mich öfters, wie es 50jährige schaffen, der deutschen Sprache so restistent zu bleiben. Frage mich, wie sie überhaupt Behördengänge schaffen oder amtliche Briefe lesen können. Nein, nicht alle sind so, etwa die Hälfte der Bewohner hier. Die arbeitenden Männer können meist besser deutsch, die Ehefrauen nur Brocken. Hier in dem Miethaus in Mü-Neuhausen ist es jedenfalls so. | |||
Allein am Beispiel der Frauen sieht man, wie treu sie die Regeln der "alten Heimat Türkei" einhalten. Zwangsverheiratungen, Frauen dürfen nach der Hochzeit nur noch Röcke, keine Hosen mehr tragen, etc. In der Türkei gelten sie als "die Deutschen", in Deutschland gelten sie als "die Türken". So schilderte es mir jedenfalls eine türkischstämmige Freundin. Von Gleichberechtigung und Menschenrechten ist die Türkei und ihre Tradition weiter entfernt als Deutschland. | |||
Mein Beispiel ist aus der Realität, kein Wunschdenken. Mit dem Bau einer Moschee erreicht man meines Erachtens höchstens (erzwungene) Toleranz. Integration kaum. Verständigung niemals. Die Basis für Verständigung im Volk ist das Beherrschen der volkseigenen Sprache. Und in der Tat!: man hat sich einst auf nur 1 Amtssprache geeinigt, die hochdeutsche. (Und nicht vor lauter Büßertum, vor lauter Toleranz, noch eine zweite Amtssprache eingeführt.) | |||
Aktionstage zur Verständigung sind eine gute und schöne Idee! Eigentlich ist der Neubau einer Moschee dafür nicht nötig. Frontal gegenüber einer alteingesessen Kirche auch nicht. Beides sind Religionen, die nur einen Gott zulassen, worüber soll man sich verständigen? Etwa welcher Gott "der richtige" ist? O.g. Argumente (von flol) werden meist von Nichtgläubigen oder wenig Gläubigen gebracht. Also Menschen, die Kirchen bzw. neugebaute Moscheen selten oder nie besuchen. Gläubige hingegen haben kaum die Tendenz ihren Glauben zu wechseln oder sich einen neuen zusammenzubasteln. Abgesehen davon müssten sie dieselbe Sprache beherrschen. | |||
Wirklich Gläubige feiern ihren Glauben übrigens auch in einer alten Lagerhalle, sie brauchen weder Kirchturm noch Minarette oder wie das heisst. Die Christen feierten Jahrhunderte lang schlicht, andere auch. Und es gibt heutzutag noch genug Christen, die Schlichtheit schätzen, kleine Kirchen schätzen, pompöse Neubauten ablehnen und stattdessen in Entwicklungshilfe etc. investieren. | |||
Ich bin gegen den Bau der Moschee an dieser Stelle. In dieser prunkvollen Form. Es provoziert. In eine sinnlose Richtung. | |||
Heidi | |||