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== Straßennamenwahl == | == Straßennamenwahl == | ||
Bereits mit dem 10. März 1887 entschied sich der Magistrat für den Namen "Aventin" für die neue Verbindungsstraße. Zunächst war auch der volle Familienname ''Thurmair'' als Straßenbezeichnung angedacht gewesen. Mit Beschluss des Staatsministeriums des Inneren wird mit dem 28. Oktober 1888 der Name der neu eröffneten Straße, die von der Klenzestraße zur Baaderstraße führt, mit dem Namen ''Aventinstraße'', offiziell genehmigt. Die Verbindung zwischen der Klenzestraße und der Baaderstraße wurde bereits Ende 1886 | Bereits mit dem 10. März 1887 entschied sich der Magistrat für den Namen "Aventin" für die neue Verbindungsstraße. Zunächst war auch der volle Familienname ''Thurmair'' als Straßenbezeichnung angedacht gewesen. Mit Beschluss des Staatsministeriums des Inneren wird mit dem 28. Oktober 1888 der Name der neu eröffneten Straße, die von der Klenzestraße zur Baaderstraße führt, mit dem Namen ''Aventinstraße'', offiziell genehmigt. Die Verbindung zwischen der Klenzestraße und der Baaderstraße wurde bereits Ende 1886 hergestellt, und inoffiziell als Aventinstraße bezeichnet. | ||
[[Datei:Mueaventinstr8up12042024.jpg|thumb|Fassade des Mietshauses Aventinstraße 8. Das Gebäude wurde in der Zeit von 1888 bis 1889 nach Planung durch Alois Barbist errichtet.]] | [[Datei:Mueaventinstr8up12042024.jpg|thumb|Fassade des Mietshauses Aventinstraße 8. Das Gebäude wurde in der Zeit von 1888 bis 1889 nach Planung durch Alois Barbist errichtet.]] | ||
== Die Anfänge == | == Die Anfänge == | ||
Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde wie ein Keil angelegt, so ist sie am Eingang bei der Klenzestraße weniger als 12 Meter breit. Am Ausgang am Baaderplatz hat sie über 15 Meter Breite. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoss. So wurde eine Genehmigung erteilt, das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße, die dieses Wasser hätte ableiten sollen. Diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden, da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig-Geist-Mühlbach, möglich gewesen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserführung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteilung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5. | Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde wie ein Keil angelegt, so ist sie am Eingang bei der Klenzestraße weniger als 12 Meter breit. Am Ausgang am Baaderplatz hat sie über 15 Meter Breite. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoss. So wurde eine Genehmigung erteilt, das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße, die dieses Wasser hätte ableiten sollen. Diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden, da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig-Geist-Mühlbach, möglich gewesen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserführung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteilung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5. | ||
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