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Der im Vordergrund sichtbare '''Bauzaun''' weist auf den Neubau des künftigen Nachbargebäudes "[[Künstlerhaus]]" zum Ende der 1890er Jahre hin (entstanden 1893/1900). Dieser nächste Neubau in diesem Viertel diente dann [[Adolf Hitler|Hitler]] 1938 als Vorwand für seine persönliche Entscheidung gegen das jüdische Gotteshaus. 1937 konnte die jüdische Gemeinde noch das 50-jährige Jubiläum der Synagoge feiern. | Der im Vordergrund sichtbare '''Bauzaun''' weist auf den Neubau des künftigen Nachbargebäudes "[[Künstlerhaus]]" zum Ende der 1890er Jahre hin (entstanden 1893/1900). Dieser nächste Neubau in diesem Viertel diente dann [[Adolf Hitler|Hitler]] 1938 als Vorwand für seine persönliche Entscheidung gegen das jüdische Gotteshaus. 1937 konnte die jüdische Gemeinde noch das 50-jährige Jubiläum der Synagoge feiern. | ||
Die Synagoge der religiösen Münchner Gemeinde wurde [[1887]] im Stil des [[Historismus]] ([[Neuromanik|neuromanischer]] Langhausbau) fertig gestellt. Ihr Architekt war der über München hinaus besonders im Kirchenbau tätige [[Albert Schmidt]]. | Die [[Synagoge]] der religiösen [[Münchner]] Gemeinde wurde [[1887]] im Stil des [[Historismus]] ([[Neuromanik|neuromanischer]] Langhausbau) fertig gestellt. Ihr Architekt war der über München hinaus besonders im Kirchenbau tätige [[Albert Schmidt]]. | ||
Die Hauptfassade wurde durch 5 Portale und zwei Treppentürme an den Seiten gegliedert. Die Mauern bestanden aus dunkelrotem Backsteinmauerwerk auf einem Granitsockel. Motive vom Dom in Trient sollen für den Oron Kodesch maßgebend gewesen sein. 1906 folgt diesem ein Bau in Hamburg, sozusag3n eine Schwester, die Synagoge dort in der Bornestraße. | Die Hauptfassade wurde durch 5 Portale und zwei Treppentürme an den Seiten gegliedert. Die Mauern bestanden aus dunkelrotem Backsteinmauerwerk auf einem Granitsockel. Motive vom Dom in Trient sollen für den Oron Kodesch maßgebend gewesen sein. 1906 folgt diesem ein Bau in Hamburg, sozusag3n eine Schwester, die Synagoge dort in der Bornestraße. | ||
Standort war an der [[Herzog-Max-Straße]] Nr. 7, an der Ecke mit der [[Maxburgstraße]] und der [[Kapellenstraße]] im [[Kreuzviertel]]. | Standort war an der [[Herzog-Max-Straße]] das Grundstück Nr. 7, an der Ecke mit der [[Maxburgstraße]] und der [[Kapellenstraße]] im [[Kreuzviertel]]. | ||
Im Juni [[1938]] wurde die Synagoge auf Befehl Hitlers hin innerhalb weniger Tage abgebrochen. Die Israelitische Kultusgemeinde wurde zur Übernahme der Abbruchkosten gezwungen. Der Abriss war Ausdruck seiner rassistischen Politik (und der gesamten NSDAP) gegen eine Bevölkerungsminderheit | |||
Im '''Juni [[1938]]''' wurde die Synagoge auf den direkten Befehl Hitlers hin innerhalb weniger Tage abgebrochen. Die [[Israelitische Kultusgemeinde]] wurde zur Übernahme der Abbruchkosten gezwungen. Der Abriss war Ausdruck seiner rassistischen Politik (und der gesamten NSDAP) gegen eine Bevölkerungsminderheit. Und es war ein Vorzeichen der immer weiter getriebenen Verfolgungen. (vgl. [[deportation|Judendeportationen]] ab November [[1941]], der 1933 begonnenen [[Shoah]], die viele MünchnerInnen direkt nach [[Auschwitz]] in den Tod brachte.) | |||
==Ein zeitgenössicher Bericht über den Neubau== | ==Ein zeitgenössicher Bericht über den Neubau== | ||
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