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Der '''Weinstadel''', ehmals das '''Gemainer Stadt Schreibery Haus''' in der [[Burgstraße]] 5 bildet von Beginn an eine Einheit mit [[Dienerstraße]] 20, in dem einst der Städtische Weinstadel untergebracht war.<br> | Der '''Weinstadel''', ehmals das '''Gemainer Stadt Schreibery Haus''' in der [[Burgstraße]] Nr. 5 bildet von Beginn an eine Einheit mit [[Dienerstraße]] 20, in dem einst der Städtische Weinstadel untergebracht war.<br> | ||
Beginnen wir im Jahre 1550. Durch die starke Zunahme des Weinhandels zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde es nötig einen Städtischen "Weinstadel" zu eröffnen. Dazu erwarb die Stadt die Gebäude auf Dienerstraße 20 und der Burgstraße 5 | Beginnen wir im Jahre 1550. Durch die starke Zunahme des Weinhandels zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde es nötig einen Städtischen "Weinstadel" zu eröffnen. Dazu erwarb am 14. April 1550 die Stadt die Gebäude auf Dienerstraße 20 und der Burgstraße 5. In der Burgstraße wurde die [Stadtschreiberei]] eingerichtet, die bis [[1595]] dort bestand hatte, bevor sie in einen Neubau im Tal, hinter dem Alten Rathaus übersiedelte, daß bis 1906 dort bestand hatte, um dann dem von [[Hans Grässel|Grässel]] entworfenen Sparkassenbau weichen zu müssen. Desweiteren der städtische Weinstadel, der in der Dienerstraße 20 eingerichtet wurde. 1622 verkaufte die Stadt das Anwesen auf Burgstraße 5 und Dienerstraße 20, allerdings ohne den Weinkeller und alle nötigem Lager und Verkaufsräume für die Weinlagerung. | ||
Wie zuvor nur alle Montage und Dienstage Wein gehandelt werden durfte, so konnte dies nun auf jeden Tag im Sommer und Winter zu fesgelegten Zeiten, ausgedehnt werden. | |||
Dazu gab es eine öffentliche Weinmarktsordnung, die jeweils 1624, 1735 und 1786 aufgebessert wurde. Am 11. Dezember 1807, nach der Einführung der Zoll- und Mautordnung vollzog sich eine Umwandlung des Weinstadel, und der damit verbundenen Verordnungen und Maßnahmen. Aus | Dazu gab es eine öffentliche Weinmarktsordnung, die jeweils 1624, 1735 und 1786 aufgebessert wurde. Am 11. Dezember 1807, nach der Einführung der Zoll- und Mautordnung vollzog sich eine Umwandlung des Weinstadel, und der damit verbundenen Verordnungen und Maßnahmen ging im Jahre 1809 auch der Rest des Gebäudes in stadtnahe Adelige über. Aus dieser bisherigen Form wandelte es sich hin zu einer mehr und mehr privaten Weingaststätte, die durch die Einführung der Gewerbegesetze vom 11. September 1825 ihre Grundlage erhielt. Mit Hofschlossermeister Büttchen erwirbt 1820 erstmals wieder nach 1550, ein Bürger der Stadt das Gebäude Burgstraße 5, und verlegt dorthin seine Werkstätte, die mit einigen Besitzerwechsel, ua. durch Erbschaft an den Schlossermeister Friedrich Hoeck, der 1913 auch die Dienerstraße 20 zukauft, bis 1924 so bestand haben wird. | ||
==Das Gebäude== | ==Das Gebäude== | ||
[[Bild:Mueburgstrasse52012a.jpg|thumb|260px|Zustand 2012]] | [[Bild:Mueburgstrasse52012a.jpg|thumb|260px|Zustand 2012]] | ||
Das im späten Mittelalter, um 1500 erbaute, und 1550 bis 1552 erweiterte Haus, gehört zu den fast unverändert, im spätgotischen Stil, erhaltenen Bürgerhäusern wie sie in München einst in großer Zahl zu sehen waren. | |||
==Bewohner des Hauses== | ==Bewohner des Hauses== | ||
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