Diskussion:Moschee in Sendling: Unterschied zwischen den Versionen

Türkisches Bad
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"für unsere arabischen mitbürger in sendling"???  Ich hoffe wir haben keine "arabischen Bürger" in Sendling! (Für Touristen braucht München wohl kaum  Moscheen erbauen.) Wir haben hoffentlich "Deutsche" in Sendling, also deutsche Staatsbürger mit arabischer oder sonstiger Herkunft. Alle Staatsbürger sollen die Freiheit haben, ihre Religion zu wählen und auszuüben.  
"für unsere arabischen mitbürger in sendling"???  Ich hoffe wir haben keine "arabischen Bürger" in Sendling! (Für Touristen braucht München wohl kaum  Moscheen erbauen.) Wir haben hoffentlich "Deutsche" in Sendling, also deutsche Staatsbürger mit arabischer oder sonstiger Herkunft. Alle Staatsbürger sollen die Freiheit haben, ihre Religion zu wählen und auszuüben. Ob es "nur" eine Annäherung bewirken kann, wenn man 2 verschiedene Gotteshäuser frontal gegenüber baut, das bezweifle ich. Ich möchte dort in Sendling jedenfalls nicht wohnen. Obwohl, möglich wäre eine erzwungene Toleranz natürlich schon.  
Ob es "nur" eine Annäherung bewirken kann, wenn man 2 verschiedene Gotteshäuser frontal gegenüber baut, das bezweifle ich. Ich möchte dort in Sendling jedenfalls nicht wohnen. Obwohl, möglich wäre eine erzwungene Toleranz natürlich schon.  


Verständigen würde ich mich mit "denen" auch gern, nur in dem Miethaus in dem ich wohne sind jene Leute leider der deutschen Sprache nicht recht mächtig. Nun frage ich euch, wie ich mich also verständigen soll, als deutscher, geläuteter Gutmensch, der aus der deutschen Vergangenheit gelernt hat? Soll ich türkisch lernen? Jedes Gespräch das über ein "Hallo" hinaus gehen möchte, muss mit Händen und Füssen geführt werden. Frage mich öfters, wie es 50jährige schaffen, der deutschen Sprache so restistent zu bleiben. Frage mich, wie sie überhaupt Behördengänge schaffen oder amtliche Briefe lesen können. Nein, nicht alle sind so, etwa die Hälfte der Bewohner hier. Die arbeitenden Männer können meist besser deutsch, die Ehefrauen nur Brocken. Hier in dem Miethaus in Mü-Neuhausen ist es jedenfalls so.  
Verständigen würde ich mich mit "denen" auch gern, nur in dem Miethaus in dem ich wohne sind jene Leute leider der deutschen Sprache nicht recht mächtig. Nun frage ich euch, wie ich mich also verständigen soll, als deutscher, geläuteter Gutmensch, der aus der deutschen Vergangenheit gelernt hat? Soll ich türkisch lernen? Arabisch und pakistani auch noch? Jedes Gespräch das über ein "Hallo" hinaus gehen möchte, muss mit Händen und Füssen geführt werden. Frage mich öfters, wie es 50jährige schaffen, der deutschen Sprache so restistent zu bleiben. Frage mich, wie sie überhaupt Behördengänge schaffen oder amtliche Briefe lesen können. Nein, nicht alle sind so, etwa die Hälfte der Bewohner hier. Die arbeitenden Männer können meist besser deutsch, die Ehefrauen nur Brocken. Hier in dem Miethaus in Mü-Neuhausen ist es jedenfalls so.  


Allein am Beispiel der Frauen sieht man, wie treu sie die Regeln der "alten Heimat Türkei" einhalten. Zwangsverheiratungen, Frauen dürfen nach der Hochzeit nur noch Röcke, keine Hosen mehr tragen, etc. In der Türkei gelten sie als "die Deutschen", in Deutschland gelten sie als "die Türken". So schilderte es mir jedenfalls eine türkischstämmige Freundin. Von Gleichberechtigung und Menschenrechten ist die Türkei und ihre Tradition weiter entfernt als Deutschland.
Allein am Beispiel mit den Frauen sieht man, wie treu die Regeln der "alten Heimat Türkei" eingehalten werden. Zwangsverheiratungen, Blutsrache, Frauen dürfen nach der Hochzeit nur noch Röcke, keine Hosen mehr tragen, etc. In der Türkei gelten sie als "die Deutschen", in Deutschland gelten sie als "die Türken". Für sie ein Dilemma, ein Identifikationsproblem. So schilderte es mir jedenfalls eine türkischstämmige Freundin. Sie durfte damals keinen "deutschen" Freund haben, hat das Abitur trotz excellenter Noten nicht zuende gemacht, und heiratete bald einen "Landsmann". Von Gleichberechtigung und Menschenrechten ist die Türkei und ihre Tradition weiter entfernt als Deutschland. Eine Tradition, die sie in die "neue Heimat" mitgenommen haben.  


Mein Beispiel ist aus der Realität, kein Wunschdenken. Mit dem Bau einer Moschee erreicht man meines Erachtens höchstens (erzwungene) Toleranz. Integration kaum. Verständigung niemals. Die Basis für Verständigung im Volk ist das Beherrschen der volkseigenen Sprache. Und in der Tat!: man hat sich einst auf nur 1 Amtssprache geeinigt, die hochdeutsche. (Und nicht vor lauter Büßertum, vor lauter Toleranz, noch eine zweite Amtssprache eingeführt.)
Mein Beispiel ist aus der Realität, kein Wunschdenken. Mit dem Bau einer Moschee erreicht man meines Erachtens höchstens (erzwungene) Toleranz. Integration kaum. Verständigung niemals. Die Basis für Verständigung im Volk ist das Beherrschen der volkseigenen Sprache. Und in der Tat!: man hat sich einst auf nur 1 Amtssprache geeinigt, die hochdeutsche. (Und nicht vor lauter Büßertum, vor lauter Toleranz, noch eine zweite Amtssprache eingeführt.)


Aktionstage zur Verständigung sind eine gute und schöne Idee! Eigentlich ist der Neubau einer Moschee dafür nicht nötig. Frontal gegenüber einer alteingesessen Kirche auch nicht. Beides sind Religionen, die nur einen Gott zulassen, worüber soll man sich verständigen? Etwa welcher Gott "der richtige" ist? O.g. Argumente (von flol) werden meist von Nichtgläubigen oder wenig Gläubigen gebracht. Also Menschen, die Kirchen bzw. neugebaute Moscheen selten oder nie besuchen. Gläubige hingegen haben kaum die Tendenz ihren Glauben zu wechseln oder sich einen neuen zusammenzubasteln. Abgesehen davon müssten sie dieselbe Sprache beherrschen.
Aktionstage zur Verständigung sind eine gute und schöne Idee! Eigentlich ist der Neubau einer Moschee dafür nicht nötig. Frontal gegenüber einer alteingesessen Kirche auch nicht. Beides sind Religionen, die einen Gott haben und keinen weiteren zulassen, worüber soll man sich verständigen? Etwa welcher Gott "der richtige" ist? Oder welcher Gesandte Gottes (Jesus versus Mohamed) der "richtige" war? Jesus war Pazifist, Mohamed nicht.  


Wirklich Gläubige feiern ihren Glauben übrigens auch in einer alten Lagerhalle, sie brauchen weder Kirchturm noch Minarette oder wie das heisst. Die Christen feierten Jahrhunderte lang schlicht, andere auch. Und es gibt heutzutag noch genug Christen, die Schlichtheit schätzen, kleine Kirchen schätzen, pompöse Neubauten ablehnen und stattdessen in Entwicklungshilfe etc. investieren.  
O.g. Argumente (von flol) werden meist von Nichtgläubigen oder wenig Gläubigen gebracht. Also Menschen, die Kirchen bzw. Moscheen selten oder nie besuchen. Gläubige hingegen haben kaum die Tendenz ihren Glauben zu wechseln oder sich eigenmächtig einen neuen Glauben zusammenzubasteln.  


Ich bin gegen den Bau der Moschee an dieser Stelle. In dieser prunkvollen Form. Es provoziert. In eine  sinnlose Richtung.  
Abgesehen davon müssten sie für einen Aktionstag  zuererst dieselbe Sprache beherrschen. Die eigene Sprache wird zusehr kultiviert. Wo sollen Ehefrauen die aus der Türkei "importiert" sprich angeheiratet werden, die deutsche Sprache erlernen?


Heidi
Das Integrationsproblem gab es schon vor lange vor dieser relativ neuen "Terrorangst". Warum? Weil es weniger mit Terrorangst zu tun hat, als mit fehlendem Respekt: Sie kultivieren ihre traditionelle Sprache zusehr, sie suchen zuwenig den Dialog. Man kann sich als Deutscher integrieren, wenn man ihre Sprache erlernt. Es ist ein Integrationsproblem von Seiten der Zuwanderer. 
 
Wirklich Gläubige feiern ihren Glauben übrigens auch in einer alten Lagerhalle, sie brauchen weder Kirchturm noch Minarette oder wie das heisst. Die Christen feierten Jahrhunderte lang schlicht, andere auch. Es gibt heutzutag noch Christen, die Schlichtheit schätzen, kleine Kirchen schätzen, pompöse Neubauten seitens des Vatikans ablehnen und stattdessen in Entwicklungshilfe etc. investieren möchten.
 
Bin gegen den Bau der Moschee an dieser Stelle, in dieser prunkvollen Form. Es provoziert. Aber leider in eine sinnlose Richtung.
 
Hab hier nun auch etwas zum Thema abgegeben,vielleicht möchten Sie, Herr Hundhammer ihren Artikel damit noch abrunden. Haben ja viel Mühe und Zeit investiert. MfG Frau K
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Also nach der lezten Abstimmung in der Bürgerversammlung in Sendling dürfte wohl klar sein, daß die Mehrheit der dort ansessigen Sendlinger nicht so leben wollen wie die in Berlin, Mannheim, Duisburg und Köln. Sie wollen ihr traditionelles Sendling behalten. Ohne diesen umstrittenen häßlichen Neubau, was keine Moschee alleine ist, sondern ein überregionales türkisch islamisches Kulturzentrum mit Dampfbad, Gebetsräume (männlich und weiblich getrennt), Büros, Läden und '''Koranschule'''. Wäre es denn wirklich nicht besser, ein stilgleiches, in die Umgebung passendes Haus mit Kindertagesstädte (ist in Sendling auch notwendig), Altenbetreuung und günstigen Wohnungen für Arbeiterfamilien zu bauen? Sind die Bedürfnisse der Sendlinger in diesem Fall nicht wichtiger als wie ein überregionales Kulturzentrum für einen Verein mit 43 Mitglieder?
15.07.2007 BK aus Sendling
 
 
Ja, ja, die repräsentativen Bürgerversammlungen, wieviel Prozent der Sendlinger waren denn überhaupt da, vermutlich nicht mal 1%. da ist dann natürlich so eine Abstimmung schon repräsentativ, auf alle fälle würd ich sagen.--[[Benutzer:Firemail|Firemail]] 13:54, 15. Jul 2007 (CEST)
 
== Türkisches Bad ==
 
Mich würde ja interessieren, ob das geplante türkische Bad auch für Nicht-Moslems zur Verfügung gestellt werden würde.
Für jeden, der sowas schonmal erlebt hat, wäre so eine Gelegenheit eine Bereicherung in der Nachbarschaft - Andi
Anonymer Benutzer