Georg Simon Ohm: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Georg Simon Ohm''' (*16. März [[1787]]) in Erlangen; † 6. Juli [[1854]] in München. War ein fabelhafter Mensch, Forscher, Erfinder und Physiker.
'''Georg Simon Ohm''' (* [[16. März]] [[1787]]) in {{WL2|Erlangen}}; † [[6. Juli]] [[1854]] in [[München]]) war Forscher, Erfinder und Physiker.


In seiner Laufbahn erlangte er so manche Auszeichnungen und Ehrungen; Dr. Georg Simon Ohm; ordentl. Professor der Mathematik und Physik, Conservator der mathemat. physik. Sammlung der Uni­versität, ord. Mitglied der k. Akademie d. W., Ritter des Verdienst­ordens vom heil. Michael, dann des Maximilians-Ordens.
In seiner Laufbahn erlangte er viele Auszeichnungen und Ehrungen; wurde u.a. ordentlicher Professor der Mathematik und Physik, Mitglied der königlichen [[Akademie der Wissenschaften]], Ritter der beiden Verdienst­orden vom heiligen Michael und des [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst|Maximilians-Ordens]].


Ohm wurde im Herbst des Jahre 1839 ein Schulleiterposten an der Polytechnischen Schule in Nürnberg übertragen. Ende des Jahres 1849 erhielt er als Conservator der Mathematisch-Physikalischen Klasse der Wissenschaftlichen Sammlung des Bayerischen Staates mit Titel eines Professors und Doktors, die Berufung an die König-Ludwig-Maximilians Universität nach München.
==Lebensstationen==
Nach der Ankunft in München in der Woche vom 7.- 10. Dezember 1849 wohnte er zuerst im Gasthof zur Blauen Traube, damals in der Dienersgasse 11. Eine feste Bleibe fand er schliesslich in dem Wohnhaus der Oberen Frühlingsstraße 30 im, 1. Stock.
Ohm wurde in Erlangen promoviert. Nach einigen Stationen in Europa, erhielt er 1849 für seine letzten Lebensjahre die Stelle als Conservator der Mathematisch-Physikalischen Klasse der Wissenschaftlichen Sammlung des Bayerischen Staates und den Titel eines Professors der [[LMU|König-Ludwig-Maximilians Universität]] in München.


Herzinfarkt mit Todesfolge, München, am 6. Juli 1854. Hierzu lassen sich in der Neuen Münchener Zeitung vom 12. Juli 1854 folgende Zeilen finden; ''München, 11. Juli. Dem vorgestern stattgefundenen Leichenbegängnisse des verstorbenen k. Universitäts Professors Hrn. Dr. Ohm wohnten viele seiner Kollegen in Amtskleidung, zahlreiche Studierende und Personen aller gebildeten Stände bei. Einer der Amtsgenossen des Dahingeschiedenen zeichnete in einer Grabrede die Verdienste deselben um die Wissenschaft und dessen ehrenwerthen Charakter in treffenden Zügen. Bekanntlich war der Verstorbene bei Gründung des Maximilians-Ordens für Kunst und Wissenschaft durch die Gnade Sr. Maj. des Königs mit Verleihung desselben ausgezeichnet worden.''<br>
Nach der Ankunft in München in der Woche vom 7.- 10. Dezember [[1849]] wohnte er zuerst im Gasthof zur Blauen Traube in der [[Dienerstraße]], damals die Nummer 11. Eine feste Bleibe fand er schließlich in dem Wohnhaus an der ''Oberen Frühlingsstraße 30'' im 1. Stock.


Das Grabdenkmal auf dem Südfriedhof wurde in den Kriegsjahren leider zerstört. Der auf dem Areal 15-1-41 errichtete Denkstein ist aus neuerer Zeit.<br> 
[[Bild:Muegrabohm2012a.jpg|thumb|Grabplatte Ohm Zust. 2012]]
In den Nischen der alten Arkaden des Südfriedhfofs wurde eine Büste Ohms gestellt. Diese Ansammlung der Büsten  von weiteren. vermutlich bis zu 80 Personen, wurde aber bereits noch vor, und oder während der Kriege entfernt.
Er starb an einem Herzinfarkt am 6. Juli 1854. Hierzu lassen sich in der ''Neuen Münchener Zeitung'' vom 12. Juli 1854 folgende Zeilen finden:
:''München, 11. Juli. Dem vorgestern stattgefundenen Leichenbegängnisse des verstorbenen k. Universitäts Professors Hrn. Dr. Ohm wohnten viele seiner Kollegen in Amtskleidung, zahlreiche Studierende und Personen aller gebildeten Stände bei. Einer der Amtsgenossen des Dahingeschiedenen zeichnete in einer Grabrede die Verdienste desselben um die Wissenschaft und dessen ehrenwerthen Charakter in treffenden Zügen. Bekanntlich war der Verstorbene bei Gründung des Maximilians-Ordens für Kunst und Wissenschaft durch die Gnade Sr. Maj. des Königs mit Verleihung desselben ausgezeichnet worden.''


Zum 100. Jährigen Geburtstag Ohms, erhielt auch ein Straßenzug den Namen des Physikers und Forschers. Seit Anfang des Jahres [[1890]] war der Name [[Ohmstraße]] amtlich.
Das Grabdenkmal auf dem [[Alter Südfriedhof|Südfriedhof]] wurde in den Kriegsjahren leider zerstört. Der auf dem Areal 15-1-41 errichtete Gedenkstein ist aus neuerer Zeit.
Denkmal Ohms von Thiersch (August oder Friedrich Thiersch), und [[Wilhelm von Rümann|Rümann]] - 1895, an der TH, [[Arcisstraße]] 21, überstand den Bombenhagel, ringsum alles in Schutt und Asche, vormals anderer Standort, 1929 verlegt, nun [[Theresienstraße]] am Gebäude der Materialprüfung, ohne dem Originalsockel.


==Literatur und Nachweise==
In eine Nische der alten Arkaden des Südfriedhofs wurde eine Büste Ohms gestellt. Diese Ansammlung der Büsten von weiteren, vermutlich bis zu 80 Personen, wurde aber bereits noch vor oder während der Kriege entfernt.
* Morin: München im Jahre 1862 (Standort der [[Blaue Traube|Blauen Traube]]).
 
* Polizy-Anzeiger von München für das Jahr 1849: (Datum der Ankunft und Wohnung in der Blauen Traube)
Ohms Name ist in die Terminologie der Elektrizitätslehre eingegangen. Als ''Ohmsches Gesetz'' wird die Proportionalität zwischen Stromstärke und Spannung in einem elektrischen Leiter bezeichnet. Die Proportionalitätskonstante wird als elektrischer Widerstand mit der Einheit ''Ohm'' (Symbol Ω, dem griechischen Buchstaben Omega) bezeichnet. Zum hundertsten Geburtstag Ohms erhielt auch ein Münchner Straßenzug in [[Schwabing]] den Namen des Physikers und Forschers. Seit Anfang des Jahres [[1890]] war der Name [[Ohmstraße]] amtlich.
 
==Denkmal==
[[Datei:MueOhmDenk2013a.jpg|thumb|300px|Ohm Denkmal Zustand 2013]]
Am 5. Juli 1895 wurde das Denkmal Ohms in der kleinen Parkanlage am Gebäude des [[Hochschule München|Polytechnikums]], einem Bau von [[Gottfried von Neureuther|Neureuther]], an der [[Arcisstraße]] enthüllt. Der Entwurf stammte von [[Friedrich von Thiersch|Thiersch]]. Die Ausführung wurde dem Bildhauer [[Wilhelm von Rümann|Rümann]] übertragen. Im Jahre 1929 musste das Denkmal dem Neu- und Anbau von [[German Bestelmeyer]] weichen. Und so überstand es die Jahre im Hof der [[TUM|Technischen Hochschule]] den Bombenhagel, ringsum fiel alles in Schutt und Asche, das Denkmal aber stand, was alte Fotoansichten aus der Nachkriegszeit belegen. Zur Neuaufstellung gelangte das Denkmal an die [[Theresienstraße]] zum Neubau der Materialprüfungsanstalt. Der wunderschön gestaltete Sockel konnte scheinbar nicht gerettet werden. Heute steht Ohm auf einem nichtssagenden Betonfundament, und ''schmiegt'' sich perfekt an die Sichtbeton-Alu-Glas-Fassade des Bauwerks.
 
==Weitere Ehrungen ==
* 1842: Verleihung der Copley-Medaille der Royal Society in London <!-- am 5. Mai -->
* 1842: Ernennung zum auswärtigen Mitglied der Royal Society
* 1845: Ernennung zum auswärtigen Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]
* 1850: Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
* 1853: [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst]]<ref>Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte, Bd. 47 (1984), S. 299–398; [http://periodika.digitale-sammlungen.de/zblg/kapitel/zblg47_kap28 Hans Körner: ''Der Bayerische Maximilians-Orden für Wissenschaft und Kunst und seine Mitglieder'']</ref>.
 
=== Posthum ===
* [[1881]] wird auf dem 1. Internationalen Elektrizitätskongress die '''Einheit für den elektrischen Widerstand''' nach ihm benannt.
* Eine Büste von ihm steht in der [[Ruhmeshalle]] (Mittelwand ganz außen, Ziff. 074)
* Nach ihm benannt sind die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, bundesweit eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften; das Ohm-Gymnasium Erlangen in seinem Geburts- und Studienort und das Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg in Köln.
* Der ''Asteroid (24750) Ohm'' wurde nach ihm benannt.
 
== Literatur ==
* Morin: ''München im Jahre 1862'' (zum Standort der Blauen Traube).
* ''Polizey-Anzeiger von München'' für das Jahr 1849: Datum der Ankunft und Wohnung in der Blauen Traube
* Alckens: ''Denkmäler der Stadt'' (Foto und Zustand des Denkmals an Ohm, damals noch im Innenhof der TH an der Gabelsberger/Theresienstraße).
* Alckens: ''Denkmäler der Stadt'' (Foto und Zustand des Denkmals an Ohm, damals noch im Innenhof der TH an der Gabelsberger/Theresienstraße).
* Marschall; ''Friedrich von Thiersch''. Ohm Denkmal.
* Jahresberichte der Technischen Hochschule München 1891-1895.


== Einzelnachweise ==
<references/>


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{{SORTIERUNG:Ohm, Georg Simon}}
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Person]]
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[[Kategorie:Forscher]]
[[Kategorie:Physiker]]
[[Kategorie:Hochschullehrer an der Ludwig-Maximilians-Universität]]
[[Kategorie:Geboren 1787]]
[[Kategorie:Gestorben 1854]]
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