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* Schubertstraße 8: Das Mehrfamilienhaus Schubertstraße 8 ist ein unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk. Das Gebäude wurde in den Jahren 1894 bis 1895 nach Planungen des Architekten [[Wilhelm Spannagel]] für den Bauunternehmer und Bauherrn [[Carl Zeh]] als vornehmes Mietshaus errichtet. Das in der Form der ''deutschen Renaissance'', aber im Geiste des Architekten Spannagel typischen Ausgestaltung errichtete Gebäude, zeitgenössische Literatur schreibt vom ''Eigenartigen Haus'', wurde durch die Bildhauerfirma ''R. Fischer'' entlang der Straßenseite, die mit Kalkmörtel mit tiefer Struktur verputzt ist, dekoriert. Die Ornamentik und Zierwerke wurden am Bauplatz aus Mörtelstuck modelliert und an der Fassade angebracht. Die einzelnen Etagen haben je zwei offene Loggien, diese bilden auch jeweils die Mitte des Hauses. Das Dach war mit roten Ziegeln eingedeckt. In den einzelnen Etagen waren je zwei großzügig ausgestattete Mietwohnungen eingebaut worden. Alle Flure, Gänge und das Treppenhaus wurden durch den Frankfurter Kunstmaler [[Fritz Boehle]] mit viel Aufwand in Form der Freskomalerei bemalt. Das Grundstück war entlang der Straße mit Schmiedeeisernen Zaunfelder, die durch gemauerte quadratische kleine Pfosten unterteilt waren, eingefasst. Die kleinen Pfeiler waren mit einer Ziegelhaube gedeckt. Auf der linken Seite der Grundstückeinfassung befindet sich ein Zweiteiliges Halbrundbogen Hoftor, ebenfalls mit geschmiedeten Füllelementen. Das Grundstück konnte nahe des Haupteingangs, unter einer gemauerten Überdachung hindurch, als Halbbogen ausgeführt, durch ein kleineres Gartentor versperrt, erreicht werden. Allein für die Baukosten ohne Grunderwerb wurden damals über 100 000 Mark ausgegeben. Das Gebäude war bis zum Jahr 2012 nahezu unverändert erhalten geblieben. | * Schubertstraße 8: Das Mehrfamilienhaus Schubertstraße 8 ist ein unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk. Das Gebäude wurde in den Jahren 1894 bis 1895 nach Planungen des Architekten [[Wilhelm Spannagel]] für den Bauunternehmer und Bauherrn [[Carl Zeh]] als vornehmes Mietshaus errichtet. Das in der Form der ''deutschen Renaissance'', aber im Geiste des Architekten Spannagel typischen Ausgestaltung errichtete Gebäude, zeitgenössische Literatur schreibt vom ''Eigenartigen Haus'', wurde durch die Bildhauerfirma ''R. Fischer'' entlang der Straßenseite, die mit Kalkmörtel mit tiefer Struktur verputzt ist, dekoriert. Die Ornamentik und Zierwerke wurden am Bauplatz aus Mörtelstuck modelliert und an der Fassade angebracht. Die einzelnen Etagen haben je zwei offene Loggien, diese bilden auch jeweils die Mitte des Hauses. Das Dach war mit roten Ziegeln eingedeckt. In den einzelnen Etagen waren je zwei großzügig ausgestattete Mietwohnungen eingebaut worden. Alle Flure, Gänge und das Treppenhaus wurden durch den Frankfurter Kunstmaler [[Fritz Boehle]] mit viel Aufwand in Form der Freskomalerei bemalt. Das Grundstück war entlang der Straße mit Schmiedeeisernen Zaunfelder, die durch gemauerte quadratische kleine Pfosten unterteilt waren, eingefasst. Die kleinen Pfeiler waren mit einer Ziegelhaube gedeckt. Auf der linken Seite der Grundstückeinfassung befindet sich ein Zweiteiliges Halbrundbogen Hoftor, ebenfalls mit geschmiedeten Füllelementen. Das Grundstück konnte nahe des Haupteingangs, unter einer gemauerten Überdachung hindurch, als Halbbogen ausgeführt, durch ein kleineres Gartentor versperrt, erreicht werden. Allein für die Baukosten ohne Grunderwerb wurden damals über 100 000 Mark ausgegeben. Das Mietshaus war Bauzeitlich im Besitz des Baumeisters Carl Zech, dieser hatte im 1. Stock des Hauses eine Wohnung. Das Erdgeschoß war mit einer Hausmeisterwohnung ausgestattet. Im laufe der Jahre etablierten sich je drei vermietet Wohnungen für jede Etage. Ab den 1910er Jahren konnte auf einen eigenen Hausmeister als Bewohner verzichtet werden. Hausbesitzer war nun eine Frau Hattingen. | ||
Das Gebäude war bis zum Jahr 2012 nahezu unverändert erhalten geblieben. | |||
* Schubertstraße 12. Vormals Bavariaring 30. Kriegszerstört. Ehedem Mietshaus, Erbaut nach Plänen des Architekten Benedikt Boggel. Nachkriegsneubau aus dem Jahr 1970. Abgerissen. An selber Stelle steht nun ein besonders schönes neues Etwas. | * Schubertstraße 12. Vormals Bavariaring 30. Kriegszerstört. Ehedem Mietshaus, Erbaut nach Plänen des Architekten Benedikt Boggel. Nachkriegsneubau aus dem Jahr 1970. Abgerissen. An selber Stelle steht nun ein besonders schönes neues Etwas. |
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