Stadt-Triathlon München

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Geschichte des Stadt-Triathlon München

Zuvor

Schwimmen - Radeln - Laufen - die Grundsportarten, die wirklich jeder von Kindesbeinen beherscht, aber eben unmittelbar hintereinander als Wettkampf, das ist die faszinierende Sportart Triathlon. Bereits 1999 sollte der Triathlon ins Herz von München kommen: die Führung des Bundesverbandes Deutsche Triathlon Union unter Dr. Martin Engelhardt hatte mit dem Weltverband ITU vereinbart, im Olympiapark die Weltmeisterschaften über die Olympische Distanz auszurichten. Die Qualität des Wassers im Olympiasee gab den offiziellen Ausschlag, die persönlichen Differenzen auf Verbandsebene gaben schließlich das endgültige Aus für die erste Triathlon-WM auf deutschen Boden, bevor sie überhaupt gestartet wurde.

Eine Blitz-Geburt war dann die Premiere des Stadt-Triathlon München im Jahr 2003. Zwar hatten sich die Initiatoren des München Road Runners Clubs, dem größten Triathlonverein der Region, schon mehrfach bemüht, im engen Terminkalender des Olympiaparks einen Triathlon mitten in der Bayerischen Hauptstadt unterzubringen. Nicht der Olympiasee, das Olympiabad mit seinem perfekt temperierten Wasser sowie den großen Zuschauertribünen sollte der Austragungsort sein.

2003

Neun Wochen vor der Premiere am 13. Juli 2003 kam dann der Anruf aus der Verwaltung des Olympiaparks - ein geplantes Fitnessfestival war gecancelt worden. Aber woher das Material für Absperrungen, Wechselzonen nehmen, wie so schnell noch an Sponsoren für die Finanzierung der Veranstaltung kommen? Das Wagnis gelang: eine Ausschreibung wurde entworfen, und in kürzester Zeit meldeten sich 446 Teilnehmer für den Premierenwettkampf.

Der Modus ist dabei seit Beginn unverändert: per Einzelstart im Abstand weniger Sekunden springen die Teilnehmer in der Reihenfolge ihrer Startnummern ins Wasser des Olympiabades, um dort acht Bahnen entsprechend 400 m zurückzulegen. Anschließend in die Wechselzone auf der Liegewiese des Bades, von wo aus es zu vier Radrunden mit insgesamt 20 km auf dem Rad geht. Mit 5 km Laufen schließt der Wettkampf ab. Der Trick bei diesem Einzelstart, der z.B. im Biathlon bereits lange Tradition ist, ist dabei dass sich das Teilnehmerfeld von Beginn an entzerrt und ein fairer Wettkampf ohne Windschattenfahren möglich wird.

Premierensieger in 2003 war der Moosacher Faris Al-Sultan, Münchens Sportler des Jahres der Jahre 2004 und 2005 und Sieger der Ironman World Championchips auf Hawaii im Oktober 2005.

2004

Die Premiere lief gleich so gut, dass der Bundesverband DTU aufmerksam wurde und seine Triathlon-Bundesliga im Folgejahr in München austragen wollte. Wegen des damit auch gestiegenen Finanzierungsrisikos wurde eine Event-Agentur mit ins Boot geholt, die die Vermarktung und Organisation übernehmen sollte. Der MRRC war nicht mehr an der Organisation beteiligt, er stellte nur noch die freiwilligen Helfer. Kaltes Wetter, aber auch zahlreiche Pannen überschatteten die Veranstaltung. Zwei Top-Athleten wanderten nach einem Unfall schwer verletzt ins Krankenhaus.

2005

2005 stand folglich unter dem Motto: "Back to the Roots". Der MRRC übernahm wieder die alleinige Organisation - mit dem Grundprinzip "von Triathleten für Triathleten". Bei 35 Grad im Schatten ließen sich am letzten Sonntag im Mai über eintausend begeisterte Athleten von mehreren tausend Zuschauern anfeuern, darunter z.B. die achtplatzierte der Junioren-WM '05, Rebecca Robisch, die Siegerin des Ironman Arizona 2005, Ute Mückel oder die Deutsche Meisterin von 2000, Heike Funk. Höchste Sicherheitsstandards - und viel Spaß für alle Teilnehmer und Helfer - prägten die Veranstaltung. Premiere: erstmals gehörte ein Kindertriathlon zu der Veranstaltung - rund 200 Sechs- bis Dreizehnjährige traten auf Distanzen ab 50 m Schwimmen, 2 km Rad und 750 m Laufen an.

2006

2006 verdrängte der Fussball, dem bei der WM mit dem Fanpark der Olympiapark quasi alleine gehört, den Stadt-Triathlon auf den 30. April 2006 bei gleichem Austragungsmodus wie in 2005. Trotz dem frühen Termin war der Run auf die Startplätze so groß wie nie zuvor: der Volks- und Sprinttriathlon war bereits fünf Wochen vor dem Start ausgebucht, 1.030 Teilnehmer ließen sich auf die Meldelisten setzen. Der 27-jährige nordfriesische Sportstudent André Beltz war der schnellste vor dem Vorjahresvierten Harald Funk sowie dem Landshuter Andrej Sonnenberg. Vorjahressieger Christoph Schmitt wurde vierter vor dem Vorjahreszweiten Uli Nieper. Schnellste Frau war die Innsbruckerin Irina Kirchler vor der Vorjahreszweiten und amtierenden deutschen Vizemeisterin U23 Anja Ippach sowie der deutschen Meisterin von '02, Heike Funk.

2007

Am Pfingstsonntag, dem 27. Mai '07 startete der 5. Stadt-Triathlon mit Rekordbeteiligung - das aufgestockte Teilnehmerkontingent war trotzdem wieder fünf Wochen zuvor vergegeben gewesen, 1.096 Teilnehmer waren schließlich gemeldet. Der 21-jährige schwäbische Bundesligatriathlet Stephan Seider hatte diesmal die Nase vorn, zweiter wurde der Neuzugang im Bundesligateam des SC Riederau, der Mindelheimer Stephan Weber vor dem erneut drittplatzierten Landshuter Andrej Sonnenberg. Schnellste Frau war die Mühldorferin Katrin Esefeld vor der Fünften des Vorjahres, Heike Priess sowie der Landshuterin Marlen Schulz..

2008

Nach anderthalb Wochen Sonne pur lassen sich beim 6. Stadt-Triathlon München die Teilnehmer auch nicht von Dauerregen abhalten, an den Start zu gehen: auch wenn der Wettkampf schon zwei Monate zuvor ausgebucht war, holen fast 90% der 1.172 gemeldeten Teilnehmer ihre Startunerlagen ab. Bei den Frauen gelingt es erstmals einer Teilnehmerin, zum zweiten mal hier zu gewinnen: die Mühldorferin Katrin Esefeld läßt sich von der gesamten Elite am Start - so startete z.B. die 31-jährige deutsche Meisterin von '06, Wenke Kujala und die österr. U23-Kaderathletin Angelika Perfner - nicht beeindrucken. Auf den weiteren Stockerplätzen die Youngster: Lisa Rester, Nachwuchstalent aus Riederau, und Katharina Lurz aus Oberfranken landen auf Platz 2 und 3. Bei den Männern gibt es ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen von Vorjahressieger Stephan Seider und dem 24-jährigen österr. Kaderathleten Christian Nairz aus Zirl bei Innsbruck. Nairz siegt mit 17 sec Vorsprung vor Seider, auf Platz drei der Sieger von '05, Christoph Schmitt.

2009

Der Termin für den 7. MRRC Stadt-Triathlon München ist der 24. Mai 2009. Die amtierende deutsche Vizemeisterin auf der Ironman-Distanz, Melanie Hohenester gewinnt vor Nicole Leder, zu deren Palmares z.B. die Siege über die Ironman-Distanz in Roth, Malaysia, Frankfurt und Brasilien gehören. Schnellster Mann ist Ulrich Nieper bei seinem siebten Start im Olympiapark vor seinem Teamkollegen vom SC Riederau, Christoph Schmitt. Obwohl das Starterfeld aufgestockt wurde, sind bereits Mitte Februar sämtliche Startplätze vergeben, zum Schluß stehen 1.329 Teilnehmer auf der Starterliste. Mit einer geänderten Streckenführung liegt das Ziel jetzt nur einen Steinwurf vom Start entfernt zu Füßen der Olympiahalle, die Laufstrecke führt als mehrfach zu durchlaufende Pendelstrecke zuschauerfreundlich am Olympiasee entlang.

2010

Der Termin für den 8. MRRC Stadt-Triathlon München ist der 30. Mai 2010.

Teilnehmerzahlen und Sieger

(jeweils gemeldete Teilnehmer, 2004 inkl. Triathlon-Bundesliga)

Jahr Teilnehmer 1. Mann 1. Frau
13.07.2003 446 Faris Al-Sultan (Asics Team Witten) Britta Martin (MRRC München)
23.05.2004 950 Zdanow, Jaroslaw (UKR) Melanie Hohenester (TriTeam UniBW Neubiberg)
29.05.2005 1.038 Christoph Schmitt (SC Riederau) Rebecca Robisch (SC Roth)
30.04.2006 1.030 André Beltz (SC Riederau) Irina Kirchler (1. Raika TTC Innsbruck)
27.05.2007 1.096 Stephan Seider (AST Süssen) Katrin Esefeld (SC Riederau)
18.05.2008 1.172 Christian Nairz (Strabag Tri Zirl) Katrin Esefeld (SC Riederau)
24.05.2009 1.329 Ulrich Nieper (SC Riederau) Melanie Hohenester (ASK München Süd)
30.05.2010      

Berichte

Weblinks