Ernst Woltereck: Unterschied zwischen den Versionen
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Rösch formulierte die Vermutung, dass Woltereck seinen Rücktritt erneut als ein Druckmittel benutzen wollte: Dieses Mal, um sich die ausdrücklich ausgesprochene Anerkennung zu ertrotzen, die ihm in der Generalmitgliederversammlung versagt geblieben war. | Rösch formulierte die Vermutung, dass Woltereck seinen Rücktritt erneut als ein Druckmittel benutzen wollte: Dieses Mal, um sich die ausdrücklich ausgesprochene Anerkennung zu ertrotzen, die ihm in der Generalmitgliederversammlung versagt geblieben war. | ||
Hitlers Stellung in der Partei war indessen im Frühjahr 1926, im Vergleich zum Herbst 1925, zumal nach der sogenannten [[Bamberger | Hitlers Stellung in der Partei war indessen im Frühjahr 1926, im Vergleich zum Herbst 1925, zumal nach der sogenannten [[Bamberger Führertagung]], erheblich stärker geworden. Er hatte die Partei inzwischen in ganz Bayern fest in der Hand, sodass München die existentielle Bedeutung als Hausmacht im Vergleich zum Vorjahr verloren hatte. Dementsprechend besaß Hitler 1926 erheblich mehr Selbstbewusstsein als im Vorjahr: Er versuchte zwar, Woltereck in den Wochen nach dessen Rücktritt zur Rückkehr auf seinen Posten zu bewegen. Und er bekundete auch öffentlich, dass Woltereck sein „unbegrenztes Vertrauen“ habe. Hitler lehnte es aber ab, auf Wolterecks Forderungen einzugehen. Stattdessen verlangte Hitler im Gegensatz zum Vorjahr, mit Röschs Worten, „absolute und bedingungslose Unterwerfung“. | ||
In einer eigens anberaumten Sektionsversammlung im Juni 1926 stellte Hitler klar, dass „die Partei [...] auf Autorität und Unterordnung aufgebaut“ sei und dass „er als Führer“ es daher „nicht dulden“ könne, „dass ein kleiner Sektionsführer sich gegen die höchsten Instanzen auflehne“. Denn, „würde dies geduldet, dann wäre die Partei erledigt“. | In einer eigens anberaumten Sektionsversammlung im Juni 1926 stellte Hitler klar, dass „die Partei [...] auf Autorität und Unterordnung aufgebaut“ sei und dass „er als Führer“ es daher „nicht dulden“ könne, „dass ein kleiner Sektionsführer sich gegen die höchsten Instanzen auflehne“. Denn, „würde dies geduldet, dann wäre die Partei erledigt“. | ||