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Ab 1914 war er als Ingenieur am Aufbau der bekannten Chemie-Werke Oppau und Leuna beteiligt. Im Jahre 1919 symbolisierte er dann seine Hingabe an Gott durch die Wassertaufe. Er hatte ein Ältestenamt inne und war von 1930 bis 1933 Dienstleiter der Zeugen Jehovas in Heidelberg. | Ab 1914 war er als Ingenieur am Aufbau der bekannten Chemie-Werke Oppau und Leuna beteiligt. Im Jahre 1919 symbolisierte er dann seine Hingabe an Gott durch die Wassertaufe. Er hatte ein Ältestenamt inne und war von 1930 bis 1933 Dienstleiter der Zeugen Jehovas in Heidelberg. | ||
Wenige Monate nach Hitlers Machtergreifung wurde die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas verboten. Die an den Juden einsetzenden Diskriminierungen und Schikanen ließen Gustav Bopp nicht unberührt, weshalb er sich dem Ausschluss jüdischer Studenten aus dem [[Corps Bavaria]], einer Studentenverbindung, der er seit seinem Studium an der Technischen Hochschule Karlsruhe angehörte, widersetzte. | Wenige Monate nach Hitlers Machtergreifung wurde die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas verboten. Die an den Juden einsetzenden Diskriminierungen und Schikanen ließen Gustav Bopp nicht unberührt, weshalb er sich dem Ausschluss jüdischer Studenten aus dem [[Corps Bavaria]], einer [[Studentenverbindung]], der er seit seinem Studium an der Technischen Hochschule Karlsruhe angehörte, widersetzte. | ||
Was seine eigene Glaubensüberzeugung betraf, so blieb er dieser auch nach dem Verbot treu, weshalb er am 17. Februar 1937 verhaftet wurde. Er wurde vor das Sondergericht Mannheim gestellt, welches ihn zu fünf Monaten Gefängnis verurteilte. Noch der Haftverbüßung nahm ihn die [[Gestapo]] in die so genannte Schutzhaft, d. h. eine ungesetzliche Haft durch die SS; zunächst im KZ Kislau (bei Mannheim) und dann im KZ Dachau. | Was seine eigene Glaubensüberzeugung betraf, so blieb er dieser auch nach dem Verbot treu, weshalb er am 17. Februar 1937 verhaftet wurde. Er wurde vor das Sondergericht Mannheim gestellt, welches ihn zu fünf Monaten Gefängnis verurteilte. Noch der Haftverbüßung nahm ihn die [[Gestapo]] in die so genannte Schutzhaft, d. h. eine ungesetzliche Haft durch die SS; zunächst im KZ Kislau (bei Mannheim) und dann im KZ Dachau. | ||
== Die Haft/Folter im Konzentrationslager Dachau== | == Die Haft/Folter im Konzentrationslager Dachau == | ||
In den Konzentrationslagern wurden Jehovas Zeugen mit einem „Lila Winkel“ stigmatisiert. Im KZ Dachau begegnete Gustav Bopp weiteren Zeugen Jehovas aus seiner Heimat: Karl Rinklin und Heinrich Wesch sen. aus Heidelberg sowie Hans Gärtner aus Zwingenberg und Philipp Bold, Fritz Lehr und Ludwig Walther aus [[Speyer]]. | In den Konzentrationslagern wurden Jehovas Zeugen mit einem „Lila Winkel“ stigmatisiert. Im KZ Dachau begegnete Gustav Bopp weiteren Zeugen Jehovas aus seiner Heimat: Karl Rinklin und Heinrich Wesch sen. aus Heidelberg sowie Hans Gärtner aus Zwingenberg und Philipp Bold, Fritz Lehr und Ludwig Walther aus [[Speyer]]. | ||
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