Arbeitserziehungslager Moosach: Unterschied zwischen den Versionen

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Vom (je nach Quelle: 25. August 1941 bzw.) 17. Dezember 1942 bis zum 13. März 1945 bestand das Arbeitserziehungslager München-[[Moosach]]. In den vier Baracken sollen 400 bis 500 Häftlinge gewesen sein. Das Lager soll Augsburger Kontrolle unterstanden haben, verwaltet wurde es von der Staatspolizeidienststelle München. Als maximale Haft waren 56 Tage vorgesehen, bei täglicher Arbeitszeit von zehn bis zwölf Stunden sollten die Insassen bei strenger Arbeit (Rodungen, Bahnbau, Erdarbeiten) erzogen werden und ihnen dabei ihr "''disziplinwidriges Verhalten eindringlich vor Augen geführt werden''". Wurde der Besserungszweck nicht erreicht, erfolgte die Einweisung ins Konzentrationslager.
Vom (je nach Quelle: 25. August 1941 bzw.) 17. Dezember 1942 bis zum 13. März 1945 bestand das Arbeitserziehungslager München-[[Moosach]]. In den vier Baracken sollen 400 bis 500 Häftlinge gewesen sein. Das Lager soll Augsburger Kontrolle unterstanden haben, verwaltet wurde es von der Staatspolizeidienststelle München. Als maximale Haft waren 56 Tage vorgesehen, bei täglicher Arbeitszeit von zehn bis zwölf Stunden sollten die Insassen bei strenger Arbeit (Rodungen, Bahnbau, Erdarbeiten) erzogen werden und ihnen dabei ihr "''disziplinwidriges Verhalten eindringlich vor Augen geführt werden''". Wurde der Besserungszweck nicht erreicht, erfolgte die Einweisung ins Konzentrationslager.
(''Staatsarchiv Augsburg, Regierung von Schwaben und Neuburg, 18643'')<br>
(''Staatsarchiv Augsburg, Regierung von Schwaben und Neuburg, 18643'')
Anders als im Moosacher Kultur-[[KulturGeschichtsPfad]] veröffentlicht, befand es sich nicht auf dem Gelände des heutigen Schulzentrums mit Gymnasium, Grund- und Realschule an der [[Gerastraße]] . Nach Recherchen des [[Stadtarchiv]]s stand es weiter nordöstlich auf dem heute freien Gelände nördlich der [[Triebstraße]] zwischen Bingener und [[Feldmochinger Straße]]. <br><br>
 
Anders als im Moosacher [[KulturGeschichtsPfad]] veröffentlicht, befand es sich nicht auf dem Gelände des heutigen Schulzentrums mit Gymnasium, Grund- und Realschule an der [[Gerastraße]] . Nach Recherchen des [[Stadtarchiv]]s stand es weiter nordöstlich auf dem heute freien Gelände nördlich der [[Triebstraße]] zwischen Bingener und [[Feldmochinger Straße]].


Am 19. Februar 2020 wurde als Erinnerungszeichen für einen Zwangsarbeiter eine Stele aufgestellt. Bei dem Opfer handelt es sich um den jungen Niederländer [[Dirk Koedoot]]. Koedoot war am 20. Februar 1943 aus den Niederlanden nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert worden. Er wurde später bei einem Fluchtversuch erwischt und anschließend in das Arbeitserziehungslager gebracht, wo er so gefoltert wurde, dass er am 20. Oktober 1943 verstarb.  
Am 19. Februar 2020 wurde als Erinnerungszeichen für einen Zwangsarbeiter eine Stele aufgestellt. Bei dem Opfer handelt es sich um den jungen Niederländer [[Dirk Koedoot]]. Koedoot war am 20. Februar 1943 aus den Niederlanden nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert worden. Er wurde später bei einem Fluchtversuch erwischt und anschließend in das Arbeitserziehungslager gebracht, wo er so gefoltert wurde, dass er am 20. Oktober 1943 verstarb.  
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