Karl Gareis: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Karl Gareis''' (* [[14. November]] [[1889]] in {{WL2|Regensburg}}, † [[9. Juni]] [[1921]] in [[München]]) war Fraktionsvorsitzender der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] im [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|bayerischen Landtag]] und fiel vermutlich einem von damals zahlreichen Fememorden während der [[Weimarer Republik]] in [[München]] zum Opfer.
'''Karl Gareis''' (* [[14. November]] [[1889]] in {{WL2|Regensburg}}, † [[9. Juni]] [[1921]] in [[München]]) war Fraktionsvorsitzender der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] im bayerischen [[Landtag]] und fiel vermutlich einem von damals zahlreichen Fememorden während der [[Weimarer Republik]] in [[München]] zum Opfer.


== Leben ==
== Leben ==
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== Juni 1921, das Attentat ==
== Juni 1921, das Attentat ==
Am 9. Juni 1921 hielt Karl Gareis am Abend im [[Mathäser]]bräu in München einen Vortrag über die Säkularisierung der Schule, der, von einigen störenden Zwischenrufen abgesehen, friedlich verlief. Dies war nicht selbstverständlich, denn die gewaltsame Störung von Veranstaltungen, handgreifliche und verbale Bedrohungen von linken Politikern oder Menschen jüdischen Glaubens waren im München der frühen 1920er-Jahre keine Seltenheit. Aufgrund dieser politisch aufgeheizten Atmosphäre begleitete ein Parteigenosse Karl Gareis in der Straßenbahn nach Hause. Als sich Gareis vor seinem Haus von seinem Begleiter verabschiedete, feuerte ein Unbekannter aus der Dunkelheit heraus mehrere Schüsse auf Karl Gareis ab, von denen ihn einer in den Kopf traf. Der Politiker brach zusammen und erlag noch am gleichen Abend im [[Klinikum Schwabing|Schwabinger Krankenhaus]] seinen Verletzungen. Als verantwortlich für diesen Mord gilt die [[Organisation Consul]].
Am 9. Juni 1921 hielt Karl Gareis am Abend im [[Mathäser]]bräu in München einen Vortrag über die Säkularisierung der Schule, der, von einigen störenden Zwischenrufen abgesehen, friedlich verlief. Dies war nicht selbstverständlich, denn die gewaltsame Störung von Veranstaltungen, handgreifliche und verbale Bedrohungen von linken Politikern oder Menschen jüdischen Glaubens waren im München der frühen 1920er-Jahre keine Seltenheit. Aufgrund dieser politisch aufgeheizten Atmosphäre begleitete ein Parteigenosse Karl Gareis in der Straßenbahn nach Hause. Als sich Gareis vor seinem Haus von seinem Begleiter verabschiedete, feuerte ein Unbekannter aus der Dunkelheit heraus mehrere Schüsse auf Karl Gareis ab, von denen ihn einer in den Kopf traf. Der Politiker brach zusammen und erlag noch am gleichen Abend im [[Klinikum Schwabing|Schwabinger Krankenhaus]] seinen Verletzungen. Als verantwortlich für diesen Mord gilt die {{WL2|Organisation Consul}}.


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[[Kategorie:Mann]]
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[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Geboren 1889]]
[[Kategorie:Gestorben 1921]]
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