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Alle Baumaßnahmen fanden unter extremem Zeitdruck statt. Am 25. Februar [[1971]] konnte dann Richtfest in der Tunnelröhre der '''[[Stammstrecke]]''' gefeiert werden. Im Mai desselben Jahres kam ein erster S-Bahnzug der Baureihe ET 420 auf der Strecke Pasing-Gauting zum Einsatz. Der regelmäßige Vorlaufbetrieb wurde dort am 1. September 1971 aufgenommen.
Alle Baumaßnahmen fanden unter extremem Zeitdruck statt. Am 25. Februar [[1971]] konnte dann Richtfest in der Tunnelröhre der '''[[Stammstrecke]]''' gefeiert werden. Im Mai desselben Jahres kam ein erster S-Bahnzug der Baureihe ET 420 auf der Strecke Pasing-Gauting zum Einsatz. Der regelmäßige Vorlaufbetrieb wurde dort am 1. September 1971 aufgenommen.


Am 28. Mai [[1972]] war es dann so weit: Das Münchner S-Bahnnetz startete mit über 360 Kilometern an Gleisen und 101 Zügen der Baureihe ET 420. Es war das erste Mal, dass in Deutschland ein S-Bahnnetz zu einem Stichtag in einem derartig großen Umfang in Betrieb ging. Die Strecke nach [[Wolfratshausen]] - die heutige [[S7]] - ging damals als {{ÖPNV|S10}} noch mit älteren Leichtmetall-Wendezügen, die vom [[Holzkirchner Bahnhof]] aus fuhren, in Betrieb. Sie wurde erst nach Errichtung eines 260 m langen Tunnels zur Unterquerung der Hauptgleise zwischen dem neu gebauten Haltepunkt [[Heimeranplatz]] (Eröffnung erst 26. September [[1982]]) und dem auf 4 Gleise ausgebauten Bahnhof [[Donnersbergerbrücke]] am 31. Mai [[1981]] in S7 umbenannt, da sie danach auf der Stammstrecke verkehren konnte.  
Am 28. Mai [[1972]] war es dann so weit: Das Münchner S-Bahnnetz startete mit über 360 Kilometern an Gleisen und 101 Zügen der Baureihe ET 420. Es war das erste Mal, dass in Deutschland ein S-Bahnnetz zu einem Stichtag in einem derartig großen Umfang in Betrieb ging. Die Strecke nach [[Wolfratshausen]] - die heutige [[S7]] - ging damals als {{ÖPNV|S10}} noch mit älteren Leichtmetall-Wendezügen, die vom [[Holzkirchner Bahnhof]] aus fuhren, in Betrieb. Sie wurde erst nach Errichtung eines 260 m langen Tunnels zur Unterquerung der Hauptgleise zwischen dem neu gebauten Haltepunkt [[Heimeranplatz]] (Eröffnung erst 26. September [[1982]]) und dem auf 4 Gleise ausgebauten Bahnhof [[S-Bahnhof Donnersbergerbrücke|Donnersbergerbrücke]] am 31. Mai [[1981]] in S7 umbenannt, da sie danach auf der Stammstrecke verkehren konnte.  


Knapp drei Monate später eröffnete der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann die Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Während der Spiele wurden zusätzlich zum bestehenden S-Bahnnetz zwei Sonderlinien der S-Bahn über den Bahn-[[Nordring]] zum heute brachliegenden [[Bahnhof München Olympiastadion|Bahnhof Olympiastadion]] eingesetzt. Das neue Münchner S-Bahnsystem bewährte sich während der Olympischen Spiele bestens und transportierte in 17 Tagen 3,18 Millionen Fahrgäste in 7.138 Fahrten zu und von den Sportstätten. Die Sonderlinien wurden noch mehrere Jahre zu wichtigen Fußballspielen im Olympiastadion eingesetzt.
Knapp drei Monate später eröffnete der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann die Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Während der Spiele wurden zusätzlich zum bestehenden S-Bahnnetz zwei Sonderlinien der S-Bahn über den Bahn-[[Nordring]] zum heute brachliegenden [[Bahnhof München Olympiastadion|Bahnhof Olympiastadion]] eingesetzt. Das neue Münchner S-Bahnsystem bewährte sich während der Olympischen Spiele bestens und transportierte in 17 Tagen 3,18 Millionen Fahrgäste in 7.138 Fahrten zu und von den Sportstätten. Die Sonderlinien wurden noch mehrere Jahre zu wichtigen Fußballspielen im Olympiastadion eingesetzt.
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* Ertüchtigung der ''Sendlinger Spange'' zwischen [[Pasing]] und [[Heimeranplatz]].
* Ertüchtigung der ''Sendlinger Spange'' zwischen [[Pasing]] und [[Heimeranplatz]].


Eine Pendel-S-Bahn auf dem Bahn-Nordring wird laut Deutscher Bahn erst in den 2030er-Jahren zu verwirklichen sein<ref>[[Münchner Merkur]], 4. November 2024: [https://www.merkur.de/lokales/muenchen/muenchen-pendel-bahn-auf-dem-nordring-verzoegert-sich-93392003.html „Unverschämtheit, was sich die Bahn hier leistet“: Konzern verschiebt nächstes Mega-Projekt in München]</ref>. Darauf wurde im [[Stadtrat]] ein parteiübergreifender Antrag gestellt, der eine Pendel-S Bahn zu den Haltepunkten [[Knorrstraße]] / FIZ und [[Euro-Industriepark|Europark]] vor dem Jahr 2029 fordert. Außerdem wird eine Vorplanung für einen S-Bahn Nordring verlangt<ref>[[Rathaus-Umschau]] 211/2024: [https://ru.muenchen.de/pdf/2024/ru-2024-11-04.pdf#page=17 Keine Verzögerungen bei der S-Bahn auf dem DB Nordring akzeptieren] (Seite 17 ff., .pdf-Datei)</ref>.
Eine Pendel-S-Bahn auf dem Bahn-Nordring wird laut Deutscher Bahn erst in den 2030er-Jahren zu verwirklichen sein<ref>[[Münchner Merkur]], 4. November 2024: [https://www.merkur.de/lokales/muenchen/muenchen-pendel-bahn-auf-dem-nordring-verzoegert-sich-93392003.html „Unverschämtheit, was sich die Bahn hier leistet“: Konzern verschiebt nächstes Mega-Projekt in München] - nicht mehr abrufbar</ref>. Darauf wurde im [[Stadtrat]] ein parteiübergreifender Antrag gestellt, der eine Pendel-S Bahn zu den Haltepunkten [[Knorrstraße]] / FIZ und [[Euro-Industriepark|Europark]] vor dem Jahr 2029 fordert. Außerdem wird eine Vorplanung für einen S-Bahn Nordring verlangt<ref>[[Rathaus-Umschau]] 211/2024: [https://ru.muenchen.de/pdf/2024/ru-2024-11-04.pdf#page=17 Keine Verzögerungen bei der S-Bahn auf dem DB Nordring akzeptieren] (Seite 17 ff., .pdf-Datei)</ref>.


== Zweite Stammstrecke ==
== Zweite Stammstrecke ==
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== Bahnbetriebswerk Steinhausen ==
== Bahnbetriebswerk Steinhausen ==
Im Stadtteil [[Steinhausen]] wurde auf einer Teilfläche des ehemaligen [[Rangierbahnhof München Ost|Rangierbahnhofs München Ost]] das Bahnbetriebswerk Steinhausen am 1. Februar 1972 für die S-Bahnzüge in Betrieb genommen und inzwischen erweitert.
Im Stadtteil [[Steinhausen]] wurde auf einer Teilfläche des ehemaligen [[Rangierbahnhof München Ost|Rangierbahnhofs München Ost]] das Bahnbetriebswerk Steinhausen am 1. Februar 1972 für die S-Bahnzüge in Betrieb genommen und inzwischen erweitert.
== Geschäftsführung ==
Die S-Bahn München wurde seit 2017 von Heiko Büttner als Vorsitzender der Geschäftsleitung geführt. Büttner ist Jurist und war nahezu ausschließlich im Bereich Eisenbahn tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder<ref>Internationale Bauausstellung München: [https://iba-m.de/kuratorium/heiko-buettner/ Heiko Büttner]</ref>. Büttner wechselt zum 1. April 2026 nach Berlin, um die Nachfolge des dortigen, verstorbenen S-Bahn-Chefs anzutreten. Sein Nachfolger in München wird der bisherige Leiter der Stuttgarter S-Bahn, [[Matthias Glaub]]<ref>[[Abendzeitung]], 5. März 2026: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/muenchner-s-bahnchef-buettner-geht-nach-berlin-art-1116678 Münchner S-Bahnchef Büttner verlässt Bayern: Nachfolge steht schon fest]</ref>.


== Literatur ==  
== Literatur ==  
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== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{Website|www.s-bahn-muenchen.de}}
* {{Website|www.s-bahn-muenchen.de}}
* X: der Internetauftritt der Münchner S-Bahn bei X wurde Anfang Juni stillgelegt.
* S-Bahn München: [https://bsky.app/profile/s-bahn-muenchen.de neuer Internetauftritt bei BlueSky]
* [https://www.s-bahn-muenchen.de/service/muenchen-navigator-app München Navigator-App], App der S-Bahn München  
* [https://www.s-bahn-muenchen.de/service/muenchen-navigator-app München Navigator-App], App der S-Bahn München  
* [https://www.mvv-muenchen.de/plaene-bahnhoefe/bahnhofsinformation/index.html Informationen zu den einzelnen Bahnhöfen im BIS des MVV]
* [https://www.mvv-muenchen.de/plaene-bahnhoefe/bahnhofsinformation/index.html Informationen zu den einzelnen Bahnhöfen im BIS des MVV]
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