KZ Piaski

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In dem kleinen südostpolnischen Ort PiaskiW wurde direkt nach der deutschen Besetzung Polens (dem so genannten Generalgouvernement) im Zweiten Weltkrieg 1939 von den deutschen Besatzungstruppen im jüdischen Viertel ein KZ-Zwischenlager/SS-Konzentrationslager/Ghetto errichtet.

Dorthin wurden mehrere tausend Juden bzw. dem Judentum zugerechnete Menschen aus LublinW sowie aus dem Deutschen ReichW deportiert. Von dort aus wurden von den Nazis wiederum regelmäßig Bahntransporte in das Vernichtungslager Belzec zur Ermordung ihrer Gefangenen durchgeführt. Diese erfolgten je nach der Kapazität der dortigen Tötungsmaschinerie.

Vor Kriegsbeginn lebten in Piaski 4.165 Polen mit jüdischer Konfessionszugehörigkeit. Sie waren die ersten Mordopfer. Im KZ Bełżec, nahe der Großstadt Lublin, wurden in der Zeit zwischen März 1942 und Dezember 1942 nachweisbar 434.508 Menschen ermordet. Die Zahl kann auch deutlich höher gewesen sein. Denn auch direkt in Piaski fanden Erschießungen der NS-Opfer statt.

Der Todesort und genauer Todeszeitpunkt einzelner Opfer von den vielen dorthin deportierten Personen lässt sich in der Regel nicht genauer bestimmen, so ob es in Piaski oder auf einem Bahn-Transport oder im Vernichtungslager Belzec war.


Unter diesen Opfern befanden sich auch Menschen aus München — aus dem 2. Deportationstransport am 2. April 1942.

Eine Münchner Gedenkstätte dort oder in der Stadt München an diesen "Friedhof" fehlt noch bis heute.

Siehe auch

Literatur

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