IGA'83

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Die "IGA '83" war ein grosser Gewinn für die Stadt München. Der Bau war einer der größten Erdbewegungen in der bisherigen Stadtgeschichte. Weil eine so grosse Grünfläche in einer Grossstadt und Metropole als wichtig für die Bürger angesehen wurde, hier hat die Politik mit Oberbürgermeister Georg Kronawitter wirklich Weitsicht bewiesen, als Nutzen auch für zukünftige Stadtbewohner als urbanes Leben mit Grün und Freizeit, Sport und Erholung, als richtige Entscheidung erwiesen. Man muss den Planern und auch den Menschen, die dieses grosse Projekt verwirklicht haben, danken. Da ich von Anbeginn in den Bau einbezogen war, der ehemalige Chef des Stadtplanungsreferates, Professor Dr. Detlev Marx, für den ich schon einige Aufträge für Stadtforschung und Stadtplanung anfertigen konnte, hatte mich um diese Mitarbeit gebeten. So kann ich hier nach und nach die Entwicklung und Veränderung ab 1975 mit einigen Luftbildfotografien zeigen. Diese Fotografien wurden auf der ganzen Welt zur Werbung und zum animieren der Nationen um an dieser "Internationalen Gartenbau Ausstellung 1983" teilzunehmen, verwendet. Der heutige Westpark ist eine grüne Erholungs- und Freizeitfläche für die Bürger der Stadt. Kunst und Kultur, Flora und Fauna sind hier real erlebbar und begehbar. Nach dem Englischen Garten im Norden der Stadt wurde so eine neue Grünfläche im Westen von München geschaffen.

Weil Prof. Dr. Egon Dheus mit der Universität Weihenstephan die Prognosen für die "IGA '83" in München wissenschaftlich erarbeiten sollte, wurde um meine Mitarbeit zum Forschungsauftrag angefragt.

An einem Sommertag 1977 habe ich deshalb in Stuttgart, wo die "BUGA '77" (Bundesgartenschau) stattfand, zu jeder vollen Stunde ab 10.00 Uhr morgens bis 19.00 Uhr abends, einen Flug vorgenommen und die Eingänge von oben fotografiert. An den Eingängen unten standen etwa 50 Studierende aus Weihenstephan, die alle Besucher zählten. Mit den Luftbildern konnte so exakt die gezählte Besucherzahl bestimmt werden.

1983, kurz vor Eröffnung der "IGA '83", stand ich im Büro von Prof. Dr. Detlev Marx und hörte das Telefongespräch mit einem unbekannten Teilnehmer mit. Er besprach mit dem unbekannten Teilnehmer, was man der Stadt München zur Eröffnung der Ausstellung schenken könne. Nach Ende des Gespräches schlug ich vor, der Stadt München Schulgärten zu schenken, weil es zu dem Zeitpunkt keinen Schulgarten mehr in der Stadt gab.

Dieser Vorschlag freute Herrn Professor Marx und so stiftete er zur Eröffnung der "IGA '83" 10 Schulgärten an Schulen in München. Damit war ein Anfang gemacht, damit auch Schüler in München wieder einen Einblick in die Geschehnisse der Natur erhalten konnten.

Karl Schillinger, Fotograf