5. Mai 1919

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Auf dem Wiener Platz erinnert eine schlichte Gedenktafel an die Ermordung von zwölf Perlacher Bürgern durch rechtskonservative bewaffnete konterrevolutionäre Verbände der Berliner Regierung.

Am 13. April kam es in München zu einem Putsch durch republikanische Soldaten mit Billigung der Regierung in Bamberg, bei dem Erich Mühsam und weitere 12 Mitglieder des Zentralrates verhaftet wurden. Der Putsch wurde durch kommunistische Arbeiter- und Soldatenräte niedergeschlagen. In der Folge wurde der Zentralrat für abgesetzt erklärt und durch den kommunistisch dominierten Vollzugsrat mit Max Levien (*1885; †1938) und Eugen LevinéW an der Spitze ersetzt. Die neue Räteregierung rief einen Generalstreik aus. Landauer und Toller erklärten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.

Die (abgesetzte) ehemalige Regierung unter Hoffmann kündigte den Einsatz von Freikorpstruppen gegen die Räterepublik an, und ab 15. April wurde München eingekesselt. Unter der Führung von Toller konnten die Roten Armeen nach anfänglicher erfolgreicher Verteidigung sogar Dachau erobern.

Der Reichswehrminister Gustav NoskeW beschloss am 17. April, Reichstruppen gegen die Räteregierung einzusetzen.

Am 22. April ging der Generalstreik mit Massendemonstrationen zu Ende. Nach einer Zuspitzung zwischen dem Kommunisten Leviné und den Revolutionären um Toller kam es zu einer Ablösung des Aktionsausschusses zu Gunsten eines gewählten provisorischen Ausschusses unter Toller. Toller nahm Verhandlungen mit der Regierung unter Hoffmann auf, um eine allgemeine Amnestie zu erreichen. Am 28. April wurde ein Aktionsausschuss ohne Beteiligung von Kommunisten und Toller gewählt.

Am 30. April 1919 kam es zu heftigen Gefechten in und um München, am 2. Mai war die Stadt schließlich von Reichswehr- und reaktionären Freikorpstruppen besetzt.

Etwa 1.000 Menschen kamen bei den Kämpfen ums Leben, etwa 5.000 wurden in der Folge wegen Beteiligung vor so genannte Standgerichte der Besatzungstruppen gestellt.

Nach der militärischen Zerschlagung der Münchener Räterepublik 1919 wurden diese Arbeiter und Handwerker ohne gerichtliches Verfahren von Mitgliedern des Freikorps Lützow, einer der Mörderbanden, am 5. Mai 1919 im Garten des Hofbräuhauses ermordet:

  • Josef Ludwig
  • Johann Keil
  • Albert Denger
  • Georg Jakob
  • Georg Eichner
  • August Stöber
  • Artur Koch
  • Sebastian Hufnagel
  • Albert Krebs
  • Josef Jakob
  • Konrad Zeller
  • Johann Fichtl

Dies ist eine der wenigen Stellen, an denen namentlich an diese Münchner erinnert wird, die 1919 für die Demokratie gestorben sind.


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* Wiener_Platz#Gedenktafel