Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Dachauer Zeitgeschichte

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Die Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Dachauer Zeitgeschichte e.V. oder kurz der Verein "Zum Beispiel Dachau" mit Vereinssitz in Dachau leistet wertvolle Beiträge zur Erforschung und zum Gedenken an die Opfer des NS-Terrors in München und der Region.

1980 begann eine Handvoll Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Dachau diesen Abschnitt in der Geschichte der Stadt, als Standort eines der großen NS-Konzentrationslager, aus der Sicht der Nachgeborenen und der Zeitzeugen aufzuarbeiten.

Sie beschreiben ihre Ziele so

  • die Rolle Dachaus vor und während des Nationalsozialismus beleuchten,
  • den damaligen Alltag der Bürger der Stadt kennenlernen und erforschen,
  • sich mit dem Leben und Leiden der KZ-Häftlinge zu beschäftigen,
  • das Verhalten der ,Dachauer`-SS´ler erforschen und

• das Verhältnis zwischen Stadt und KZ herausarbeiten.

Damals musste noch betont werden:

Es geht nicht darum, eine Stadt als Standort eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers zu verdammen oder zu verteidigen, sondern darum, nach Ursachen und Strukturen zu suchen, die diese totalitäre Herrschaft ermöglichten und anderswo in ähnlicher Form heute noch möglich machen.

Heute zählt der Verein etwa 100 Mitglieder, darunter noch immer eine beachtliche Anzahl inzwischen hochbetagter ehemaliger Dachau-Häftlinge.

Geschichte des Vereins, Aktivitäten

1983 präsentierte der Verein die Ausstellung "Die Stadt und das Lager" zum Gedenken an die Errichtung des Konzentrationslagers vor 50 Jahren.

1988 erstellte der Verein für das neue Bezirksmuseum Dachau Tafeln zur Zeitgeschichte der Stadt unter dem Titel "Dachau im 20. Jahrhundert".

1990 folgte die Ausstellung "Lebensläufe" über Schicksale von 14 Menschen, die im Konzentrationslager Dachau gefangen waren - stellvertretend für das Schicksal Tausender ihrer Mitgefangenen.

1993: Ausstellung unter dem Titel "Das Zeugnis der Verfolgten". Sie fiel mit dem 60. Jahrestag der Eröffnung des Konzentrationslagers Dachau durch das NS-Regime zusammen. Diese Ausstellung veranschaulichte das Streben der Häftlinge, das Leben und den Terror im Konzentrationslager zu dokumentieren, um so den Lügen der NS-Propaganda entgegenzuwirken.

1995: Ausstellung zum 50. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau im Dachauer Rathaus. Sie trug den Titel "Die letzten hundert Tage des Konzentrationslagers Dachau".

Begleitend zu diesen Ausstellungen veröffentlichte der Verein eine Schriftenreihe: die "Dachauer Dokumente". Mittlerweile ist der 4. Band erschienen.

Es gab eine dreitägige wissenschaftliche Tagung mit dem Titel "Stacheldraht und heile Welt".

Kontakt

Adr.png

Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Dachauer Zeitgeschichte e.V.
Trautenauer Straße 8
D-85221 Dachau
☎ : 08131 / 12 221
@ : info@zbdachau.de

Www.png www.zeitgeschichte-dachau.de, offizielle Website des Vereins