Josef Wittmann: Unterschied zwischen den Versionen

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Josef Wittmann wurde am 22.5.1880 in Windischeschenbach geboren. Sein Vater war Anton Wittmann (* 1834 Windischeschenbach), von Beruf Schuhmacher, seine Mutter Theresia, geb. Wildgans (* 1842 Dietersdorf/Opf). Josef Wittmann kam aus einem armen Elternhaus. Als 18jähriger ging er zu Fuß mit einem Empfehlungsschreiben seines Religionslehrers nach Nürnberg, um dort auf der Königlichen Kunstgewerbeschule, heute die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Malerei zu studieren.  
Josef Wittmann wurde am 22.5.1880 in Windischeschenbach geboren. Sein Vater war Anton Wittmann (* 1834 Windischeschenbach), von Beruf Schuhmacher, seine Mutter Theresia, geb. Wildgans (* 1842 Dietersdorf/Opf). Josef Wittmann kam aus einem armen Elternhaus. Als 18jähriger ging er zu Fuß mit einem Empfehlungsschreiben seines Religionslehrers nach Nürnberg, um dort auf der Königlichen Kunstgewerbeschule, heute die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Malerei zu studieren.  


Mit 1898 datierte und signierte akademisch geprägte Portraits in Kohle/Papier haben sich in seinem Nachlass erhalten. Um 1900 setzte er sein Studium in München an der [[Akademie der Bildenden Künste]] bei den Professoren Johann Caspar von Herterich, Hugo von Habermann und Martin von Feuerstein fort.
Mit 1898 datierte und signierte akademisch geprägte Portraits in Kohle/Papier sind noch in seinem Nachlass erhalten. Um 1900 setzte er sein Studium in München an der [[Akademie der Bildenden Künste]] bei den Professoren Johann Caspar von Herterich, Hugo von Habermann und Martin von Feuerstein fort.


1910 heiratete Josef Wittmann Johanna Berta, geb. Nägler (*1884 Leipzig; † 1962 München), sie bezogen eine Wohnung in München, [[Schleißheimer Straße]] 47, wo am 3.1.1911 der Sohn [[Paul Wittmann|Paul]] († 1993) auf die Welt kam, dann 1913 Gretl und 2014 Karl. Die Wohnung in der Schleißheimer Straße erwies sich als zu klein für die fünfköpfige Familie und so kaufte Josef Wittmann eine Gründerzeitvilla in München-[[Solln]], [[Sollner Straße]] 62, die heute noch erhalten ist und unter [[Denkmalschutz]] steht.  
1910 heiratete Josef Wittmann Johanna Berta, geb. Nägler (* 1884 Leipzig; † 1962 München), sie bezogen eine Wohnung in München, [[Schleißheimer Straße]] 47, wo am 3.1.1911 Sohn [[Paul Wittmann|Paul]] († 1993) auf die Welt kam, dann 1913 Tochter Gretl und 2014 der zweite Sohn Karl. Die Wohnung in der Schleißheimer Straße erwies sich als zu klein für die fünfköpfige Familie und so kaufte Josef Wittmann eine Gründerzeitvilla in München-[[Solln]], [[Sollner Straße]] 62, die heute noch erhalten ist und unter [[Denkmalschutz]] steht.  


1914 wird Josef Wittmann zum Wehrdienst nach Frankreich eingezogen, aber wiederholt für Kirchenaufträge vom militärischen Dienst befreit. In der Inflationszeit war Josef Wittmann gezwungen, die Villa in Solln wieder zu verkaufen und sie bezogen ein Wohnatelier in der [[Gundelindenstraße]] 2/3. Sein ältester Sohn Paul wählte 1925 den Holzbildhauerberuf und ging zuerst auf die [[Kunstgewerbeschule]] München, dann 1935 auf die Akademie der Bildenden Künste. Dort war es auch, wo er [[Karoline Wittmann]], geb. Erlacher (* 1913 München; † 1978) kennenlernte und 1938 heiratete. Mit dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|2. Weltkrieges]] wurden seine Söhne [[Paul Wittmann|Paul]] und Karl zum Militärdienst eingezogen. Josef Wittmann wurde 1943 mit 63 Jahren Soforthelfer der [[Stadtverwaltung München]] und bis Kriegsende für Krankentransporte im [[Schwabinger Krankenhaus]] eingesetzt. 1943 wurde auch sein Wohnatelier und der Gundelindenstaße 2/3 ausgebombt und er bezog dann ein Wohnatelier in die [[Bonner Straße]] 22/1, in [[Schwabing]]. Nach Kriegsende kamen seine beiden Söhne kriegsbeschädigt aus dem Krieg zurück und Josef Wittmann begann wieder als freischaffender Kirchenmaler mit seiner kirchlichen Malerei. In den Wintermonaten entstanden Skizzen und Entwürfe, die dann in den Sommermonaten umgesetzt wurden. Seinen letzten Kirchenauftrag führte er mit 82 Jahren 1962 in Miesbrunn, Kirche St. Wenzelslaus aus. Danach entstanden im Atelier die Ölbilder "Vier Jahreszeiten" u.a.kirchliche Ölbilder 1962 war es auch, als seine Frau Johanna Wittmann starb und so entwarf er sein Grabkreuz, das sein Sohn Paul als Holzbildhauer ausführte. 1968 starb Wittmann in München, sein Grab liegt im Münchner [[Nordfriedhof]].
1914 wird Josef Wittmann zum Wehrdienst nach Frankreich eingezogen, aber wiederholt für Kirchenaufträge vom militärischen Dienst befreit. In der Inflationszeit war Josef Wittmann gezwungen, die Villa in Solln wieder zu verkaufen und sie bezogen ein Wohnatelier in der [[Gundelindenstraße]] 2/3. Sein Sohn Paul wählte 1925 den Holzbildhauerberuf und ging zuerst auf die [[Kunstgewerbeschule]] München, dann 1935 auf die Akademie der Bildenden Künste. Dort lernte er [[Karoline Wittmann|Karoline Erlacher]] (* 1913 München; † 1978) kennen, die er 1938 heiratete. Mit dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|2. Weltkrieges]] wurden seine Söhne Paul und Karl zum Militärdienst eingezogen. Josef Wittmann wurde 1943 mit 63 Jahren Soforthelfer der [[Stadtverwaltung München]] und war bis Kriegsende für Krankentransporte im [[Schwabinger Krankenhaus]] eingesetzt. 1943 wurde sein Wohnatelier und der Gundelindenstaße 2/3 ausgebombt und er bezog ein Wohnatelier in der [[Bonner Straße]] 22/1 in [[Schwabing]]. Nach Kriegsende kamen seine beiden Söhne kriegsbeschädigt aus dem Krieg zurück und Josef Wittmann begann wieder als freischaffender Kirchenmaler mit seiner kirchlichen Malerei. In den Wintermonaten entstanden Skizzen und Entwürfe, die dann in den Sommermonaten umgesetzt wurden. Seinen letzten Kirchenauftrag führte er mit 82 Jahren 1962 in Miesbrunn, Kirche St. Wenzelslaus aus. Danach entstanden im Atelier die Ölbilder "Vier Jahreszeiten" u.a. kirchliche Ölbilder. 1962 war es auch, als seine Frau Johanna Wittmann starb und so entwarf er sein Grabkreuz, das sein Sohn Paul als Holzbildhauer ausführte. 1968 starb Wittmann in München, sein Grab liegt im Münchner [[Nordfriedhof]].


== Werk  (Auswahl) ==
== Werk  (Auswahl) ==
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=== Ausstellungen ===
=== Ausstellungen ===
*2. - 30. Okt. 1911: '''"Josef Wittmann - Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei"''' aus dem Nachlass. Aying, Galerie Die Schmiede
*2. - 30. Okt. 1911: "Josef Wittmann - Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei" aus dem Nachlass. Aying, Galerie Die Schmiede
*9. April - 28.Oktober 2012: "Josef Wittmann, Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei" aus seinem Nachlass. Windischeschenbach, Burg Neuhaus, Oberpfälzer Waldverein im Waldnaabtal-Museum
*9. April - 28.Oktober 2012: "Josef Wittmann, Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei" aus seinem Nachlass. Windischeschenbach, Burg Neuhaus, Oberpfälzer Waldverein im Waldnaabtal-Museum
*7.März bis 28. April 2013: "Josef Wittmann, Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei" aus dem Nachlass. Bodenmais, Kulturzentrum Altes Rathaus
*7.März bis 28. April 2013: "Josef Wittmann, Kirchenmaler des Neubarock, Entwürfe zu kirchlicher Malerei" aus dem Nachlass. Bodenmais, Kulturzentrum Altes Rathaus


===Museum===
===Museum===
Der künstlerische Nachlass von Josef Wittmann besteht aus 100 Entwürfe zur kirchlichen Malerei sowie aus einigen Ölbilder wurde von der Nachlassverwaltung und Enkel Paul Maria Wittmann im Okt. 2014 dem Diözesanmuseum Regensburg, Herrn Dr. Hermann Reidel als Schenkung übergeben.  
Der künstlerische Nachlass von Josef Wittmann, bestehend aus 100 Entwürfen zur kirchlichen Malerei sowie aus einigen Ölbilder, wurde von der Nachlassverwaltung und Enkel Paul Maria Wittmann im Oktober 2014 dem Diözesanmuseum Regensburg, Herrn Dr. Hermann Reidel als Schenkung übergeben.  


== Literatur ==  
== Literatur ==  
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