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Valentin baut in den folgenden Jahren seinen Erfolg als Komiker und [[Volkssänger]] weiter aus, während des ersten Weltkrieges gibt er Lazarettvorstellungen. Außerdem wird er Direktor im [[Kabarett Wien-München]]. Nach dem ersten Weltkrieg hat er Erfolge auf den Bühnen im "[[Annenhof]]", im "[[Theater in der Vorstadt]]" und im "[[Charivari]]". | Valentin baut in den folgenden Jahren seinen Erfolg als Komiker und [[Volkssänger]] weiter aus, während des ersten Weltkrieges gibt er Lazarettvorstellungen. Außerdem wird er Direktor im [[Kabarett Wien-München]]. Nach dem ersten Weltkrieg hat er Erfolge auf den Bühnen im "[[Annenhof]]", im "[[Theater in der Vorstadt]]" und im "[[Charivari]]". | ||
[[1922]] sind die Stücke "Die verhexten Notenständer", "Das Christbaumbrettl" und der "Der Firmling" im "Germaniabrettl" zu sehen; außerdem treten Valentin und Karlstadt mit [[Bert Brecht]] in einer für die [[Münchner Kammerspiele]] zusammengestellten Revue ("Die rote Zibebe") auf - es war das erste Mal in der Geschichte der [[Kammerspiele]], dass dort Kleinkust zu sehen war; der Abend bescherte sowohl dem Theater als auch Jung- | [[1922]] sind die Stücke "Die verhexten Notenständer", "Das Christbaumbrettl" und der "Der Firmling" im "Germaniabrettl" zu sehen; außerdem treten Valentin und Karlstadt mit [[Bert Brecht]] in einer für die [[Münchner Kammerspiele]] zusammengestellten Revue ("Die rote Zibebe") auf - es war das erste Mal in der Geschichte der [[Kammerspiele]], dass dort Kleinkust zu sehen war; der Abend bescherte sowohl dem Theater als auch Jung-Brecht und dem Duo Valentin/Karlstadt großen Erfolg. 1922/[[1923]] drehen Valentin, Bert Brecht, [[Erich Engel]], Liesl Karlstadt, Blandine Ebinger, Erwin Faber und [[Kurt Horwitz]] zusammen den surrealistischen Kurzfilm "Mysterien eines Frisiersalons". Valentin beginnt auch außerhalb Münchens mit Erfolg aufzutreten; im Jahr [[1931]] eröffnet Valentin in der [[Leopoldstraße]] ein eigenes Theater. Kaum 2 Monate später schließt er es allerdings wieder, weil ihm feuerpolizeiliche Vorschriften den letzten Nerv rauben. | ||
Valentin stand dem Nationalsozialismus wohl kritisch gegenüber, hat sich aber nie konkret dazu geäußert. [[1934]] eröffnete er sein "Panoptikum", eine seltsame Ausstellung, manche der dort enthaltenen Artefacte kann man noch heute begutachten (vgl. [[Valentin Musäum]]). Das Panoptikum wird allerdings schon nach 13 Monaten wieder geschlossen; im selben Jahr trennen sich Valentin und | Valentin stand dem Nationalsozialismus wohl kritisch gegenüber, hat sich aber nie konkret dazu geäußert. [[1934]] eröffnete er sein "Panoptikum", eine seltsame Ausstellung, manche der dort enthaltenen Artefacte kann man noch heute begutachten (vgl. [[Valentin Musäum]]). Das Panoptikum wird allerdings schon nach 13 Monaten wieder geschlossen; im selben Jahr trennen sich Valentin und Liesl Karlstadt. [[1936]] entsteht unter der Regie von Jacob Geis Valentins Tonfilm "die Erbschaft", der aber wegen "Elendstendenzen" von der Nazizensur verboten wurde. | ||
Auch 1939 feierte Valentin nochmals Erfolge in seiner "Ritterspelunke", einer Mischung aus Theater, Kneipe und Panoptikum. Seine Partnerin war damals Annemarie Fischer; 1941 verließ Valentin aber mit seiner Familie [[München]] und zog nach Planegg. Valentin beginnt zu verarmen, die Geldnot setzt ihm auch gesundheitlich zu. 1943 ensteht sein letztes Theaterstück "Familiensorgen". In den Jahren 45/46 versucht der berühmte | Auch [[1939]] feierte Valentin nochmals Erfolge in seiner "Ritterspelunke", einer Mischung aus Theater, Kneipe und Panoptikum. Seine Partnerin war damals Annemarie Fischer; 1941 verließ Valentin aber mit seiner Familie [[München]] und zog nach Planegg. Valentin beginnt zu verarmen, die Geldnot setzt ihm auch gesundheitlich zu. [[1943]] ensteht sein letztes Theaterstück "Familiensorgen". In den Jahren 45/46 versucht der berühmte Spaßmacher seine Familie durch die Herstellung kleiner Haushaltsartikel zu ernähren, später tritt er noch einige wenige Male öffentlich auf. Kein Glück mag ihm mehr winken; die triste Nachkriegszeit interessierte sich nicht mehr für Valentins dada-artigen Humor. Am 9. Februar [[1948]], einem Rosenmontag, starb Valentin an einer Lungenentzündung. Er wurde auf dem Waldfriedhof [[Planegg]] beerdigt. | ||
Heute ist Valentin wieder sehr beliebt; [[2003]] erschien | Heute ist Valentin wieder sehr beliebt; [[2003]] erschien das akustische Gesamtwerk Valentins auf acht CDs (Münchner Label Trikont, mit 150 Seiten Texten über Valentin von bekannten Autoren). Diese bisher einzige autorisierte "Gesamtausgabe Ton" enthält 126 Szenen, Stücke und Lieder Karl Valentins mit Liesl Karlstadt und anderen, sowie Unveröffentlichtes und Filmtöne. Außerdem wurde Valentins Sprachoper "Heimspiel" [[2004]] im Rahmen der Münchner Opernfestspiele im [[Grünwalder Stadion|Fußballstadion an der Grünwalder Straße]] aufgeführt. | ||
Am [[Viktualienmarkt]] kann man eine Valentin-Figur auf einem der | Am [[Viktualienmarkt]] kann man eine Valentin-Figur auf einem der Volkssänger-Brunnen bewundern ([[Karl-Valentin-Brunnen]]). | ||
==Filme / Hörspiele / Sketche etc.== | ==Filme / Hörspiele / Sketche etc.== | ||
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*Der Vogelhändler | *Der Vogelhändler | ||
*Die Loreley | *Die Loreley | ||
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'''Kurzfilme / Sketche''' | '''Kurzfilme / Sketche''' | ||
*Orchesterprobe | *Orchesterprobe | ||
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[[Kategorie:Schauspieler|Valentin, Karl]] | [[Kategorie:Schauspieler|Valentin, Karl]] | ||
[[Kategorie:Kabarettist|Vale]] | [[Kategorie:Kabarettist|Vale]] | ||
{{Wikipedia-Artikel}} | {{Wikipedia-Artikel}} | ||
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