333
Bearbeitungen
Flol (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Flol (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Renaissance/Rokoko, ca.1570-ca.1900''' | '''Renaissance/Rokoko, ca.1570-ca.1900''' | ||
Die Münchner Residenz gilt als einer der größten und bedeutendsten Schlossbauten Deutschlands. Sie befindet sich zwischen dem [[Hofgarten]] im Norden, [[Maximilianstraße]] im Süden, [[Residenzstraße]] im Westen und [[Marstallplatz]] im Osten. Die Bauzeit erstreckt sich von circa 1570 bis ins späte 19. Jahrhundert, also von der Frührenaissance (Antiquariat) über die Hochrenaissance (Westfassade und Kaiserhof) bis zum Rokoko ([[Cuvillies-Theater]]/Hoftheater). An ihrem Platz stand ursprünglich die Alte Feste, eine Burg mit vielen Türmchen und Wassergraben aus dem Mittelalter, die Stück für Stück von den Herzögen Albrecht V., Wilhelm V. und Maximilian | Die Münchner Residenz gilt als einer der größten und bedeutendsten Schlossbauten Deutschlands. Sie befindet sich zwischen dem [[Hofgarten]] im Norden, [[Maximilianstraße]] im Süden, [[Residenzstraße]] im Westen und [[Marstallplatz]] im Osten. Die Bauzeit erstreckt sich von circa 1570 bis ins späte 19. Jahrhundert, also von der Frührenaissance (Antiquariat) über die Hochrenaissance (Westfassade und Kaiserhof) bis zum Rokoko ([[Cuvillies-Theater]]/Hoftheater). An ihrem Platz stand ursprünglich die Alte Feste, eine Burg mit vielen Türmchen und Wassergraben aus dem Mittelalter, die Stück für Stück von den Herzögen Albrecht V., Wilhelm V. und Maximilian. ersetzt wurde. Seit dem 16. Jahrhundert war München offiziell eine "Fürstliche Stadt". Die Kernbauten der Residenz, die im Anschluß an die im nordöstlichen Teil des Areals gelegene spätmittelalterliche Neuveste errichtet wurden, umringen den Kaiserhof, den [[Kapellenhof]], den [[Grottenhof]], den [[Königsbauhof]], den [[Apothekenhof]] sowie den [[Brunnenhof.]] Diese Kernanlagen der frühen Neuzeit glänzen mit hochrangigen Skulpturen der Spätrenaissance und des Barock. Das Antiquarium ist eines der wichtigsten Renaissance-Gebäude nördlich der [[Alpen]]. Insgesamt strahlt die Residenz durch ihre Regelmäßigkeit und die Großzügigkeit der Außenanlagen, die kunstvoll gestaltet die Wiederentdeckung der Antike kennzeichnen. In der Mitte des [[Hofgartens,]] der in Rechtecken, nahezu mathematisch, angelegt ist, befindet sich ein Pavillion. In einem der zahlreichen Gärten, dem sogenannten Finanzgarten, sind noch Überreste einer sternförmigen Schanze zu sehen. Den Hofgarten umringen keine einfachen Mauern, sondern moderne Befestigungsanlagen. | ||
König Maximilian I. ließ sich sogar eine Privatkapelle in der Residenz einrichten und vereinheitlichte 1610 die gesamte Westfront mit einer durchgehenden Renaissance-Fassade in Fresko-Technik (Farben auf feuchten Putz - trocknen lassen - Dauerhaftigkeit). Die Fassade zur Stadtseite hin wurde erst im 19. Jahrhundert durch [[Leo von Klenze]] fertiggestellt.--flol | |||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
'''4. Privatkapelle von | '''4. Privatkapelle von König Maximilian I.''' (Reiche Kapelle) | ||
1607 im Zuge des dritten Bauabschnittes ließ sich Maximilian I. im ersten Stock der Residenz zwischen Hofkapelle und Grottenhof eine Privatkapelle errichten, welche, reich geschmückt, ein Maximum an kostbarer Wirkung erzielen sollte. Das Gewölbe ist mit Reliefs in azurblauem und vergoldetem Stuck verziert und stellt die Geschichte der Heiligen Jungfrau Maria dar. Die Wände sind komplett mit der für die Renaissance typischen Scaliola-Technik bekleidet. Hier befinden sich Ornamente und Bilder, von denen einige an Grafiken von Albrecht Dürer, einem der Vorbilder für die Renaissance, erinnern. | 1607 im Zuge des dritten Bauabschnittes ließ sich Maximilian I. im ersten Stock der Residenz zwischen Hofkapelle und Grottenhof eine Privatkapelle errichten, welche, reich geschmückt, ein Maximum an kostbarer Wirkung erzielen sollte. Das Gewölbe ist mit Reliefs in azurblauem und vergoldetem Stuck verziert und stellt die Geschichte der Heiligen Jungfrau Maria dar. Die Wände sind komplett mit der für die Renaissance typischen Scaliola-Technik bekleidet. Hier befinden sich Ornamente und Bilder, von denen einige an Grafiken von Albrecht Dürer, einem der Vorbilder für die Renaissance, erinnern. | ||
Bearbeitungen