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Bavaria trägt außer einer gegürteten Tunika auch ein Bärenfell In der Rechten trägt sie ein Schwert mit darum gewickelten Gürtel, so als ob sie es gleich weitergeben will. In der linken Hand hält die Bavaria mit hoch ausgestrecktem Arm einen Siegerkranz, den sie, das ist offensichtlich die Aussage, symbolisch den in der Halle genannten Persönlichkeiten überreichen will. Rechts von ihr sitzt ein ausgewachsenes Löwenmännchen, das etwas nach rechts und unten schaut. | Bavaria trägt außer einer gegürteten Tunika auch ein Bärenfell In der Rechten trägt sie ein Schwert mit darum gewickelten Gürtel, so als ob sie es gleich weitergeben will. In der linken Hand hält die Bavaria mit hoch ausgestrecktem Arm einen Siegerkranz, den sie, das ist offensichtlich die Aussage, symbolisch den in der Halle genannten Persönlichkeiten überreichen will. Rechts von ihr sitzt ein ausgewachsenes Löwenmännchen, das etwas nach rechts und unten schaut. | ||
Der Guss des innen begehbaren Standbildes (60 Stufen)- im Kopf befindet sich eine Aussichtsplattform - war für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung. Als ersten Schritt gab es 1840 ein "nur" vier Meter hohes Hilfsmodell. Es folgte das 1:1 Gipsmodell, das für den Guss zersägt wurde. Am 11. September 1844 wurde der Kopf der Bavaria aus der Bronze türkischer Kanonen gegossen, die 1827 im griechischen Befreiungskrieg in der Schlacht von Navarino mit der ägyptisch-türkischen Flotte untergegangen waren und unter dem griechischen König Otto, ein Sohn Ludwigs I., gehoben und nach Europa verkauft worden waren. Es folgten 1845 der Guss der Arme und des Bruststückes. Im darauf folgenden Jahr wurde das Hüftstück gegossen und im Juli 1848 war das gesamte Oberteil der Statue fertiggestellt. Der letzte größere Gussabschnitt für das Unterteil fand am 1. Dezember 1849 statt. Zum Oktoberfest des Jahres 1850, welches das 25. Regierungsjahr Ludwigs gewesen wäre, konnte die ganze Bavaria enthüllt werden. Die Bavaria war dann 35 Jahre lang weltweit die größte Erzstatue. Die Ruhmeshalle (Millers Bauwerk) war da noch nicht fertiggestellt. Das folgte dann 1853. | Der Guss des innen begehbaren Standbildes (60 Stufen)- im Kopf befindet sich eine Aussichtsplattform - war für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung. Als ersten Schritt gab es 1840 ein "nur" vier Meter hohes Hilfsmodell. Es folgte das 1:1 Gipsmodell, das für den Guss zersägt wurde. Am 11. September 1844 wurde der Kopf der Bavaria aus der Bronze türkischer Kanonen gegossen, die 1827 im griechischen Befreiungskrieg in der Schlacht von Navarino mit der ägyptisch-türkischen Flotte untergegangen waren und unter dem griechischen [[Otto von Wittelsbach (Griechenland)|König Otto]], ein Sohn Ludwigs I., gehoben und nach Europa verkauft worden waren. Es folgten 1845 der Guss der Arme und des Bruststückes. Im darauf folgenden Jahr wurde das Hüftstück gegossen und im Juli 1848 war das gesamte Oberteil der Statue fertiggestellt. Der letzte größere Gussabschnitt für das Unterteil fand am 1. Dezember 1849 statt. Zum Oktoberfest des Jahres 1850, welches das 25. Regierungsjahr Ludwigs gewesen wäre, konnte die ganze Bavaria enthüllt werden. Die Bavaria war dann 35 Jahre lang weltweit die größte Erzstatue. Die Ruhmeshalle (Millers Bauwerk) war da noch nicht fertiggestellt. Das folgte dann 1853. | ||
An der obersten Stelle der monumentalen Figur hat man in einer der Haarlocken eine Tafel mit einer Inschrift eingearbeitet. Auf ihr ist zu lesen: ''Dieser Koloß von Ludwig I. König von Bayern errichtet, ist erfunden und modelliert von Ludwig von Schwanthaler und wurde in den Jahren 1844 - 1850 in Erz gegossen und aufgestellt von Ferdinand Miller.'' | An der obersten Stelle der monumentalen Figur hat man in einer der Haarlocken eine Tafel mit einer Inschrift eingearbeitet. Auf ihr ist zu lesen: ''Dieser Koloß von Ludwig I. König von Bayern errichtet, ist erfunden und modelliert von Ludwig von Schwanthaler und wurde in den Jahren 1844 - 1850 in Erz gegossen und aufgestellt von Ferdinand Miller.'' | ||
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