Friedhof am Perlacher Forst: Unterschied zwischen den Versionen

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Den Eingang zum Ehrenhain markiert ein Gedenkstein (0,43 m × 0,80 m × 0,52 m), der folgenden Text enthält:
Den Eingang zum Ehrenhain markiert ein Gedenkstein (0,43 m × 0,80 m × 0,52 m), der folgenden Text enthält:


::: „Hier ruhen 4092 Opfer nationalsozialistischer Willkür zur letzten Ruhe bestattet“.
::: „'''Hier ruhen 4092 Opfer nationalsozialistischer Willkür zur letzten Ruhe bestattet'''“.


Die Asche der Toten stammt zumeist von Opfern aus dem [[Konzentrationslager Dachau]], die in das Krematorium im Ostfriedhof gebracht wurden. Dazu kam die Asche von Opfern, die im Zusammenhang mit der so genannten Euthanasie (Krankenmorde) in den Tötungsanstalten Hartheim, Sonnenstein, Fürstenberg, Grafeneck und Steyr in Gaskammern ermordeten Menschen. Unter den Toten sind Deutsche, Franzosen, Holländer, Österreicher, Polen, Russen und Tschechen. Ihre Bestattung fand im Jahre [[1950]] statt. In der 2.800 Quadratmeter großen, mit Linden bepflanzten Anlage sind 3.996 Urnen bestattet.
Die Asche der Toten stammt zumeist von Opfern aus dem [[Konzentrationslager Dachau]], die in das Krematorium im Ostfriedhof gebracht wurden. Dazu kam die Asche von Opfern, die im Zusammenhang mit der so genannten Euthanasie (Krankenmorde) in den Tötungsanstalten Hartheim, Sonnenstein, Fürstenberg, Grafeneck und Steyr in Gaskammern ermordeten Menschen. Unter den Toten sind Deutsche, Franzosen, Holländer, Österreicher, Polen, Russen und Tschechen. Ihre Bestattung fand im Jahre [[1950]] statt. In der 2.800 Quadratmeter großen, mit Linden bepflanzten Anlage sind 3.996 Urnen bestattet.
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Kreuzförmig angelegte Wege laufen in der Mitte der Anlage auf einen Brunnen zu, auf dessen Einfassung folgender Text steht:  
Kreuzförmig angelegte Wege laufen in der Mitte der Anlage auf einen Brunnen zu, auf dessen Einfassung folgender Text steht:  


:::„Den Toten zur Ehre, den Lebenden
:::„'''Den Toten zur Ehre, den Lebenden'''
::::zur steten Mahnung. Anno MCML.“
::::'''zur steten Mahnung'''. Anno MCML.“




Die Namensliste befindet sich im Archiv der [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen|Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen]].
Die Namensliste der Bestatteten befindet sich im Archiv der [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen|Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen]].


Der Ehrenhain ist unter der Leitung des Münchner Professors Karl Knappe in Zusammenarbeit mit den Architekten H. Grill und F. Fredrich vom Münchner Städtischen Baureferat Hochbau I entstanden.
Der Ehrenhain ist unter der Leitung des Münchner Professors Karl Knappe in Zusammenarbeit mit den Architekten H. Grill und F. Fredrich vom Münchner Städtischen Baureferat Hochbau I entstanden.
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