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Ab Februar 1935 zeichnete sie für das jüdische Kinderheim „[[Antonienheim]]“ in München<ref>[http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtverwaltung/Kulturreferat/stadtteilkultur/KGPs/PDFs/12/KGP12_booklet_2aufl_screen.pdf KulturGeschichtsPfad Stadtbezirk 12: Schwabing-Freimann (Booklet)], [http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Stadtgeschichte/Kulturgeschichtspfade/kgp_12.html KulturGeschichtsPfad 12 Schwabing-Freimann. Stadtbezirk am grünen Band KulturGeschichtsPfad Stadtbezirk 12: Schwabing-Freimann]</ref> verantwortlich, das neben dem regulären Heim noch eine Krippe, einen Kindergarten und Hort sowie ca. 40 Kindergartenschülerinnen betreute. Alice Bendix war eine liebevolle, gerechte aber auch strenge Heimleiterin, die sehr darauf bedacht war, dass die Zöglinge sowie die weiteren Bewohner des Heimes nicht in irgendeiner Weise negativ auffielen, zumal das Heim als jüdische Einrichtung im Focus der Öffentlichkeit stand.<ref>vgl. Oppenheimer 2006, S. 67–87.</ref> | Ab Februar 1935 zeichnete sie für das jüdische Kinderheim „[[Antonienheim]]“ in München<ref>[http://www.muenchen.de/rathaus/dms/Home/Stadtverwaltung/Kulturreferat/stadtteilkultur/KGPs/PDFs/12/KGP12_booklet_2aufl_screen.pdf KulturGeschichtsPfad Stadtbezirk 12: Schwabing-Freimann (Booklet)], [http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Stadtgeschichte/Kulturgeschichtspfade/kgp_12.html KulturGeschichtsPfad 12 Schwabing-Freimann. Stadtbezirk am grünen Band KulturGeschichtsPfad Stadtbezirk 12: Schwabing-Freimann]</ref> verantwortlich, das neben dem regulären Heim noch eine Krippe, einen Kindergarten und Hort sowie ca. 40 Kindergartenschülerinnen betreute. Alice Bendix war eine liebevolle, gerechte aber auch strenge Heimleiterin, die sehr darauf bedacht war, dass die Zöglinge sowie die weiteren Bewohner des Heimes nicht in irgendeiner Weise negativ auffielen, zumal das Heim als jüdische Einrichtung im Focus der Öffentlichkeit stand.<ref>vgl. Oppenheimer 2006, S. 67–87.</ref> | ||
Alice Bendix hatte alle Hilfe zur rettenden Flucht ins Ausland u. a. zu ihrem Bruder in die Schweiz, entschieden zurückgewiesen. Sie wollte in ihrer Stellung bleiben, solange, wie sie schrieb, ''noch ein jüdisches Kind lebt und leidet, dem ich helfen kann''.<ref>zit. n. Oppenheimer 2006, S. 87.</ref> Nach der Liquidierung des Antonienheims im Jahre 1942 wurden die Heimleiterin, die Heimkinder und weitere Bewohner der Einrichtung in | Alice Bendix hatte alle Hilfe zur rettenden Flucht ins Ausland, u. a. zu ihrem Bruder in die Schweiz, entschieden zurückgewiesen. Sie wollte in ihrer Stellung bleiben, solange, wie sie schrieb, ''noch ein jüdisches Kind lebt und leidet, dem ich helfen kann''.<ref>zit. n. Oppenheimer 2006, S. 87.</ref> Nach der gewaltsamen Liquidierung des Antonienheims im Jahre [[1942]] wurden die Heimleiterin, die Heimkinder und weitere Bewohner der Einrichtung in die [[Milbertshofen#Ein_KZ_in_M.C3.BCnchen.2C_die_von_den_Nazis_sog._Judensiedlung_Milbertshofen|KZ-Baracken]] von [[Milbertshofen]], dann in das [[Sammellager Berg am Laim|Juden-Sammellager in Berg am Laim]] [[Deportation|deportiert]]. Gemeinsam mit anderen Betreuerinnen begleitete Alice Bendix am 13. März [[1943]] die letzten Kinder des Heims auf der Fahrt in den Tod. | ||
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