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	<title>München Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Erwin_Bowien&amp;diff=199581</id>
		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T13:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, [[Bettina Heinen-Ayech]] (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen. Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde. Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen, vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum, vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme, Hörspiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992 Hassen Bouabdellah: Bettina Heinen-Ayech – Brief an Erwin Bowien. Film, Solingen und Algier, 1992. Die französische Fassung trägt den Titel Bettina Heinen-Ayech – Lettre à Erwin Bowien. Der Film wurde in der offiziellen Selektion des Festivals von Montreal aufgenommen.[21]&lt;br /&gt;
*2010 Georg Bayerle. Die Kunst der Erinnerung im Format Zwischen Spessart und Karwendel des BR[21]&lt;br /&gt;
*2011 Georg Bayerle. Bergidyll im Allgäu – Das Kreuzthal als Zufluchtsort, 1944, im Format Zeit für Bayern. Laufzeit, ca. 53 Minuten. Erstmalige Sendung des Hörspiels am 11. Dezember 2011[21]&lt;br /&gt;
*2015 Rudi Holzberger und Georg Bayerle. Fluchtpunkt im Allgäu. Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal. Laufzeit: 53 Minuten. Bayerle – Kümpfel – Holzberger Foundation. Filmuraufführung am 21. Oktober 2015 im Maxim Kino in München[21]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.erwin-bowien.com erwin-bowien.com] – Website zu Erwin Johannes Bowien&lt;br /&gt;
*Erwin Bowien - Protagonist der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes-Haus&amp;quot; - [http://https//:www.schwarzes-haus.com www.schwarzes-haus.com].&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog - [https://www.bettina-heinen-ayech-foundation.com www.bettina-heinen-ayech-foundation.com].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Erwin Bowien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen. Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde. Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen, vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum, vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme, Hörspiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992 Hassen Bouabdellah: Bettina Heinen-Ayech – Brief an Erwin Bowien. Film, Solingen und Algier, 1992. Die französische Fassung trägt den Titel Bettina Heinen-Ayech – Lettre à Erwin Bowien. Der Film wurde in der offiziellen Selektion des Festivals von Montreal aufgenommen.[21]&lt;br /&gt;
*2010 Georg Bayerle. Die Kunst der Erinnerung im Format Zwischen Spessart und Karwendel des BR[21]&lt;br /&gt;
*2011 Georg Bayerle. Bergidyll im Allgäu – Das Kreuzthal als Zufluchtsort, 1944, im Format Zeit für Bayern. Laufzeit, ca. 53 Minuten. Erstmalige Sendung des Hörspiels am 11. Dezember 2011[21]&lt;br /&gt;
*2015 Rudi Holzberger und Georg Bayerle. Fluchtpunkt im Allgäu. Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal. Laufzeit: 53 Minuten. Bayerle – Kümpfel – Holzberger Foundation. Filmuraufführung am 21. Oktober 2015 im Maxim Kino in München[21]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.erwin-bowien.com erwin-bowien.com] – Website zu Erwin Johannes Bowien&lt;br /&gt;
*Erwin Bowien - Protagonist der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes-Haus&amp;quot; - [http://https//:www.schwarzes-haus.com www.schwarzes-haus.com].&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog - [https://www.bettina-heinen-ayech-foundation.com www.bettina-heinen-ayech-foundation.com].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T13:03:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme, Hörspiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992 Hassen Bouabdellah: Bettina Heinen-Ayech – Brief an Erwin Bowien. Film, Solingen und Algier, 1992. Die französische Fassung trägt den Titel Bettina Heinen-Ayech – Lettre à Erwin Bowien. Der Film wurde in der offiziellen Selektion des Festivals von Montreal aufgenommen.[21]&lt;br /&gt;
*2010 Georg Bayerle. Die Kunst der Erinnerung im Format Zwischen Spessart und Karwendel des BR[21]&lt;br /&gt;
*2011 Georg Bayerle. Bergidyll im Allgäu – Das Kreuzthal als Zufluchtsort, 1944, im Format Zeit für Bayern. Laufzeit, ca. 53 Minuten. Erstmalige Sendung des Hörspiels am 11. Dezember 2011[21]&lt;br /&gt;
*2015 Rudi Holzberger und Georg Bayerle. Fluchtpunkt im Allgäu. Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal. Laufzeit: 53 Minuten. Bayerle – Kümpfel – Holzberger Foundation. Filmuraufführung am 21. Oktober 2015 im Maxim Kino in München[21]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.erwin-bowien.com erwin-bowien.com] – Website zu Erwin Johannes Bowien&lt;br /&gt;
*Erwin Bowien - Protagonist der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes-Haus&amp;quot; - [http://https//:www.schwarzes-haus.com www.schwarzes-haus.com].&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog - [https://www.bettina-heinen-ayech-foundation.com www.bettina-heinen-ayech-foundation.com].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Erwin_Bowien&amp;diff=199578</id>
		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T13:03:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme, Hörspiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992 Hassen Bouabdellah: Bettina Heinen-Ayech – Brief an Erwin Bowien. Film, Solingen und Algier, 1992. Die französische Fassung trägt den Titel Bettina Heinen-Ayech – Lettre à Erwin Bowien. Der Film wurde in der offiziellen Selektion des Festivals von Montreal aufgenommen.[21]&lt;br /&gt;
*2010 Georg Bayerle. Die Kunst der Erinnerung im Format Zwischen Spessart und Karwendel des BR[21]&lt;br /&gt;
*2011 Georg Bayerle. Bergidyll im Allgäu – Das Kreuzthal als Zufluchtsort, 1944, im Format Zeit für Bayern. Laufzeit, ca. 53 Minuten. Erstmalige Sendung des Hörspiels am 11. Dezember 2011[21]&lt;br /&gt;
*2015 Rudi Holzberger und Georg Bayerle. Fluchtpunkt im Allgäu. Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal. Laufzeit: 53 Minuten. Bayerle – Kümpfel – Holzberger Foundation. Filmuraufführung am 21. Oktober 2015 im Maxim Kino in München[21]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.erwin-bowien.com erwin-bowien.com] – Website zu Erwin Johannes Bowien&lt;br /&gt;
Erwin Bowien - Protagonist der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes-Haus&amp;quot; - [http://https//:www.schwarzes-haus.com www.schwarzes-haus.com].&lt;br /&gt;
Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog - [https://www.bettina-heinen-ayech-foundation.com www.bettina-heinen-ayech-foundation.com].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Erwin_Bowien&amp;diff=199577</id>
		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T13:01:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme, Hörspiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992 Hassen Bouabdellah: Bettina Heinen-Ayech – Brief an Erwin Bowien. Film, Solingen und Algier, 1992. Die französische Fassung trägt den Titel Bettina Heinen-Ayech – Lettre à Erwin Bowien. Der Film wurde in der offiziellen Selektion des Festivals von Montreal aufgenommen.[21]&lt;br /&gt;
*2010 Georg Bayerle. Die Kunst der Erinnerung im Format Zwischen Spessart und Karwendel des BR[21]&lt;br /&gt;
*2011 Georg Bayerle. Bergidyll im Allgäu – Das Kreuzthal als Zufluchtsort, 1944, im Format Zeit für Bayern. Laufzeit, ca. 53 Minuten. Erstmalige Sendung des Hörspiels am 11. Dezember 2011[21]&lt;br /&gt;
*2015 Rudi Holzberger und Georg Bayerle. Fluchtpunkt im Allgäu. Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal. Laufzeit: 53 Minuten. Bayerle – Kümpfel – Holzberger Foundation. Filmuraufführung am 21. Oktober 2015 im Maxim Kino in München[21]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Erwin_Bowien&amp;diff=199576</id>
		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T12:59:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hansjakob Dresia: Erwin Johannes Bowien&amp;quot; Eine Einführung in das Werk des Malers, Solingen, undatiert.[8]&lt;br /&gt;
*Anonym: Erwin J. Bowien, Solingen, 60 Jahre Katalog zur Ausstellung des Deutschen Klingenmuseums Solingen vom 17. Januar bis 28.Februar 1960.[17]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Erwin Bowien. Hrsg.: Bettina Heinen-Ayech und der Freundeskreis Erwin Bowien. e.V. 1. Auflage. Solingen 1981[8]&lt;br /&gt;
*Hans-Karl Pesch: Das Leben, das Wesen, das Werk von Erwin Bowien (1899 Mülheim/Ruhr – 1972 Weil am Rhein) Solingen, 1986.[8]&lt;br /&gt;
*A. Dietz: Erwin Bowien, der Meister mit dem Pastellstift, in: Das Markgräflerland, 1986, S. 200 ff.[18]&lt;br /&gt;
*Diana Millies: Erwin Bowien, Bildnisse und Portraits Solinger Bürger. Solingen, 1991.[8]&lt;br /&gt;
*Dokumentation Der Kunstmaler Bowien am Ende der Welt des Bayerischen Rundfunks, gesendet am Sonntag, den 6. Mai 2012[19][20]&lt;br /&gt;
*Rudi Holzberger: Faszination Adelegg: Fluchtpunkt im Allgäu – Erwin Bowien im Kreuzthal. Adelegg-Verlag, Eisenbach 2013, ISBN 978-3-00-042789-3.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech (Hrsg.): Erwin Bowien 1899–1972 Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné-Werkoverzicht. Verlag U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
*Museumskreis e.V. und Städt. Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein (Hrsg.): Zwischen Geist und Welt. Erwin Bowien, Begleitbroschüre zur Ausstellung. 13.10.2013 bis 27.07.2014. Städtisches Museum am Lindenplatz. Weil am Rhein.&lt;br /&gt;
*Sytze van der Zee: Wij overleefden. De laatste ooggetuigen van de Duitse bezetting, Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 9789044638424.&lt;br /&gt;
*Peter J.H. van den Berg. De schilders van Egmond. W Books, Zwolle 2021, ISBN 978 94 625 83931.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Erwin_Bowien&amp;diff=199575</id>
		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T12:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */ Biographie Erwin Bowien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud, der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover. Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engel, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus, folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Erwin Bowien</title>
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		<updated>2021-06-02T12:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Erwin Johannes Bowien''' (* 3. September 1899 in Mülheim an der Ruhr; † 3. Dezember 1972 in Weil am Rhein) war ein deutscher Maler, Seine Künstlerische Ausbildung erhielt er in München bei Prof. Robert Engels, dem Begründer des Münchener Neuimpressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Bowien wurde als Sohn des Bauingenieurs und späteren kaufmännischen Direktors des Rheinhafens in Weil am Rhein Erich Bowien und seiner Frau Anna-Maria, geborene Neufeldt aus Elbing in Ostpreußen, geboren. Er wuchs in Berlin-Charlottenburg und später in Neuchâtel in der Schweiz auf. Bowien schloss Freundschaft mit Eric Thiébaud,[1] der ihm 1948, nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiedereinreise in die Schweiz ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Kunstausbildung erhielt Bowien an der Kunstgewerbeschule in Neuchâtel bei William Racine. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Carl Russ-Suchard förderte den jungen Bowien und erwarb zahlreiche Bilder von ihm.[2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Staatsbürger wurde Bowien an seinem 18. Geburtstag eingezogen und musste 1917/1918 als Dolmetscher in einer Abhöreinheit am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Während dieser Zeit schuf er unter anderem Zeichnungen und Aquarelle von der Front im Argonner Wald. Er wurde 1919 in Hannover demobilisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg besuchte Bowien zunächst Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Hannover.[3] Auf ein Studium 1920–1921 an der Staatlichen Kunstakademie in München bei Professor Robert Engels folgte im Jahr 1922 ein Studienaufenthalt an der Dresdener Kunstakademie bei Professor Richard Müller[3] und anschließend eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg bei Philipp Franck mit Kunstgeschichtsunterricht bei Oskar Fischel. Das Examen als Werklehrer legte Bowien im Jahr 1923 in Düsseldorf ab; in den folgenden Jahren unternahm er Malreisen nach Kassel, Aachen, Hamburg, Lübeck, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Basel, Königsberg und Hildesheim, später nach Prag und Wien (1928) sowie Oberitalien (1929).[4]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowien war zunächst als Lehrer am Realgymnasium in Hechingen in den Hohenzollernschen Landen tätig, anschließend von 1925 bis 1932 in Solingen als Kunsterzieher am Gymnasium Schwertstraße, wo der spätere Bundespräsident Walter Scheel einer seiner Schüler war. In diesen Jahren hielt er über 100 Vorträge über kunstgeschichtliche Themen an der dortigen Volkshochschule. Zudem bekam er den Auftrag, sämtliche Arbeitsvorgänge im Solinger Zwillingswerk zeichnerisch festzuhalten. Aufgrund der Brüningschen Notverordnungen musste er den Schuldienst verlassen. Zu dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Künstler- und Literatensalon von Erna und Hanns Heinen, woraus eine lebenslange Freundschaft mit der Familie erwuchs. Die Tochter der Familie Heinen, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020), wurde seine wichtigste Malschülerin.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egmond aan Zee (1937)&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1932 bis 1942 lebte Bowien als freier Künstler in Egmond aan den Hoef, Nordholland, im früheren Haus des Philosophen René Descartes. Nach seiner Entlassung als Lehrer war er zunächst nur nach Amsterdam gereist, um dort eine Rembrandt-Ausstellung zu besuchen, blieb aber dann in den Niederlanden. Sein wichtigster Malschüler dort war Dirk Oudes. 1934 unternahm Bowien eine große Nordafrika-Reise nach Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko in Begleitung eines Holzgroßhändlers, der die Reise finanzierte und dafür anschließend die Hälfte der entstandenen Werke erhielt.[6] Anschließend litt er länger unter den Strapazen der Reise.[7] Neben Landschaften malte Bowien zahlreiche Porträts und Familienbilder für wohlhabende Niederländer. Das Westfriesische Museum in Hoorn erwarb Bilder von Bowien,[8], andere Bilder gelangten durch Schenkung in den Besitz des Rijksmuseum Amsterdam[8], des Koninklijk Huisarchiev[8] in Den Haag, des Regionaalrchief Alkmaar[8] und der Kirchengemeinde Schoorl.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten der Grund war, warum er nicht nach Deutschland zurückkehrte, deutete Bowien in seiner Autobiografie nur an – die Politik habe ihm jeden Tag „neue Qualen“ bereitet. „So bekamen die Bilder, die ich damals schuf, etwas von einem Schrei. Das Meer konnte mir nicht wild genug sein, die Wolken nicht finster genug.“[9] Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht wurde er für drei Tage in Alkmaar inhaftiert. Da er wegen der politischen Situation kein Geld mehr verdienen konnte, ging er schweren Herzens nach Deutschland zurück. 35 seiner Werke ließ er in der Obhut eines Kunsthändlers in Den Haag zurück, sie blieben anschließend verschollen.[10][5] Er zog zunächst für ein halbes Jahr zur Familie Heinen nach Solingen, wo er im Winter 1942 eine Reihe von Stadtansichten in Aquarell schuf, der letzte Zyklus von Gemälden der Stadt vor ihrer Zerstörung im November 1944.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bowiens nächste Station war Augsburg. Da es wegen des Zweiten Weltkriegs weder Rahmen noch Leinwand zu kaufen gab, kam Bowien auf die Idee, die überall angebotenen Führer-Porträts und offiziellen NS-Propagandabilder anzukaufen und nach neuer Grundierung mit Ansichten von Augsburg zu übermalen. Die Bilder verkauften sich gut, jedoch wurde er an die Gestapo verraten, die 1943 seine Bilder in Augsburg auf Veranlassung der Reichskulturkammer beschlagnahmte; über 30 Bilder von Bowien wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Ohne gültige Papiere, insbesondere ohne Wehrpass, floh er ins Allgäu nach Kreuzthal-Eisenbach (heute ein Stadtteil von Isny). Dort entstanden seine Kriegsmemoiren Les heures perdus du Matin („Die verlorenen Stunden des Morgens“), und er half einen geflohenen französischen Kriegsgefangenen zu verstecken.[11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Erwin Bowien nach Solingen zurück, wo er ab 1950 lebte, abwechselnd mit seinem Heimatort Weil am Rhein. Auch unternahm er weitere Malreisen, innerhalb Deutschlands, in die Schweiz, nach Südschweden, Norwegen (dort auch Erwerb der Hütte „Bettina-Bo“ auf der Insel Alsten), Paris, Algerien (zu Besuch bei Bettina Heinen-Ayech), Finnland, Südfrankreich. Am 28. Juli 1970 ging er die Ehe mit Inken Strohmeyer, geborene Vogt, ein. Am 3. Dezember 1972 starb Erwin Bowien in Weil am Rhein, wo er auch begraben wurde.[12] Seine Grabstätte blieb als Ehrengrab der Stadt Weil am Rhein erhalten. Gemälde des Künstlers wurden vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen[8], vom Nordfriesland Museum (Nissenhaus) in Husum[8], vom Dreiländermuseum (ehemals Museum am Burghof) in Lörrach[8], vom Kreisheimatmuseum Springe[8] und den Städtischen Kunstsammlungen von Hannoversch Münden, Solingen und Weil am Rhein erworben.[8]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1976 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen der Freundeskreis Erwin Bowien e.V. gegründet.[8]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T12:31:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der [[Staatlichen Kunstakademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf [https://www.bettina-heinen-ayech.com www.bettina-heinen-ayech.com].&lt;br /&gt;
*Informationen zu Bettina Heinen-Ayech als Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf [[https//:www.schwarzes-haus.com|www.schwarzes-haus.com]].&lt;br /&gt;
*[http://Bettina%20Heinen–Ayech%20Foundation%20–%20Stiftung%20für%20Kunst,%20Kultur%20und%20internationalen%20Dialog%20auf%20www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/ https://.www.bettina-heinen-ayech-foundation.com]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199572</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T12:31:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der [[Staatlichen Kunstakademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf [https://www.bettina-heinen-ayech.com www.bettina-heinen-ayech.com].&lt;br /&gt;
*Informationen zu Bettina Heinen-Ayech als Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf [[https//:www.schwarzes-haus.com|www.schwarzes-haus.com]].&lt;br /&gt;
*[http://Bettina%20Heinen–Ayech%20Foundation%20–%20Stiftung%20für%20Kunst,%20Kultur%20und%20internationalen%20Dialog%20auf%20www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/ https://.www.bettina-heinen-ayech-foundation.com]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199568</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199568"/>
		<updated>2021-06-02T11:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf [https://www.bettina-heinen-ayech.com www.bettina-heinen-ayech.com].&lt;br /&gt;
*Informationen zu Bettina Heinen-Ayech als Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf [[https//:www.schwarzes-haus.com|www.schwarzes-haus.com]].&lt;br /&gt;
*[http://Bettina%20Heinen–Ayech%20Foundation%20–%20Stiftung%20für%20Kunst,%20Kultur%20und%20internationalen%20Dialog%20auf%20www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/ https://.www.bettina-heinen-ayech-foundation.com]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199567</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:53:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf [https://www.bettina-heinen-ayech.com www.bettina-heinen-ayech.com].&lt;br /&gt;
*[https://%20www.schwarzes-haus.com Bettina Heinen-Ayech – Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf www.schwarzes-haus.com.]&lt;br /&gt;
*[http://Bettina%20Heinen–Ayech%20Foundation%20–%20Stiftung%20für%20Kunst,%20Kultur%20und%20internationalen%20Dialog%20auf%20www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/ https://.www.bettina-heinen-ayech-foundation.com]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199566</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:51:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://https//www.bettina-heinen-ayech.com. Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf www.bettina-heinen-ayech.com.]&lt;br /&gt;
*[https://%20www.schwarzes-haus.com Bettina Heinen-Ayech – Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf www.schwarzes-haus.com.]&lt;br /&gt;
*[http://Bettina%20Heinen–Ayech%20Foundation%20–%20Stiftung%20für%20Kunst,%20Kultur%20und%20internationalen%20Dialog%20auf%20www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/ https://.www.bettina-heinen-ayech-foundation.com]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199565</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf www.bettina-heinen-ayech.com.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen-Ayech – Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf www.schwarzes-haus.com.&lt;br /&gt;
*Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog auf www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:48:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Filme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation). Uraufführung im Maxim Kino in München.&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199563</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:47:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1992: Bettina Heinen-Ayech, Lettre à Erwin Bowien, Künstler-Portrait (Hassan Bouabdellah, Visualis Production, Algier 1992. Deutsche Fassung: Bettina Heinen-Ayech, Brief an Erwin Bowien. Visualis Production in Zusammenarbeit mit Avalon Film+TV-Produktion, Solingen 1992)&lt;br /&gt;
*2002: Bettina Heinen-Ayech, Hymne à la nature (Boualem Aissaoui, CYM Audiovisuel, Algier)&lt;br /&gt;
*2010: Die Kunst der Erinnerung (Reportage über den ersten Besuch von Bettina Heinen-Ayech im Kreuzthal seit Kriegsende im BR Foormat „Zwischen Spessart und Karwendel“)&lt;br /&gt;
*2015: Fluchtpunkt im Allgäu – Die Kunst der Erinnerung: Erwin Bowien im Kreuzthal (Regie:Georg Bayerle und Rudi Holzberger. Bayerle-Kümpfel-Holzberger Foundation)&lt;br /&gt;
*2017: Bettina Heinen-Ayech – Solinger Malerin in Algerien (Beitrag zum 80. Geburstag der Künstlerin im Format „Lokalzeit Bergisches Land“ des WDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199562</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:46:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Hanns Heinen: Aus der Fülle des Lebens. Gedichte. U-Form, Solingen.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien: Das schöne Spiel zwischen Geist und Welt – Mein Malerleben. ISBN 3-88234-101-7.&lt;br /&gt;
*(als Herausgeberin) Erwin Bowien. Werkverzeichnis – Catalogue Raisonné – Werkoverzicht. U-Form, Solingen 1999, ISBN 3-88234-103-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-06-02T11:45:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis ins hohe Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, [[Paul Klee]], Max Beckmann, Max Ernst, [[Ernst Ludwig Kirchner]] und [[Käthe Kollwitz]] auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunst[[Staatliche Akademie München|akademie München]] sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. [[1962]] machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem ''Grand Prix de la ville d’Alger'' ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni [[2020]] im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“ in Höhscheid, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1976 Bettina Heinen-Ayech erhält den Grand Prix de la ville d’Alger&lt;br /&gt;
*1993 Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden, Solingen&lt;br /&gt;
*1998 Die Stadt Constantine in Algerien ehrt die Kunstmalerin durch einen Prix d’honneur&lt;br /&gt;
*2003 Algerischer Staatspreis, übergeben von der Kulturministerin Frau Khalida Toumi als Ehrung für das gesamte künstlerische Schaffen&lt;br /&gt;
*2006 Offizielle Ehrung durch das algerische Kulturministerium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Heinen-Ayech]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Heinen-Ayech]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-05-31T19:07:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Biographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bettina Heinen-Ayech]] war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis im hohen Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, [[Erwin Bowien (1899–1972)]], dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18-jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie München sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. 1962 machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem Grand Prix de la ville d’Alger ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. 2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Hein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199459</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-05-31T19:06:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis im hohen Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, Erwin Bowien (1899–1972), dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18-jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie München sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. 1962 machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem Grand Prix de la ville d’Alger ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. 2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Hein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199458</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-05-31T19:06:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis im hohen Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, Erwin Bowien (1899–1972), dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18-jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie München sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. 1962 machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem Grand Prix de la ville d’Alger ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. 2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
*[[https//:www.bettina-heinen-ayech.com|Abbildungen der Werke von Bettina Heinen-Ayech auf www.bettina-heinen-ayech.com.]]&lt;br /&gt;
*[[https//:www.schwarzes-haus.com.|Bettina Heinen-Ayech – Protagonistin der Künstlerkolonie &amp;quot;Schwarzes Haus&amp;quot; auf www.schwarzes-haus.com.]]&lt;br /&gt;
*[[https//:www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/|Bettina Heinen–Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen Dialog auf www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Hein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199457</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199457"/>
		<updated>2021-05-31T19:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis im hohen Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, Erwin Bowien (1899–1972), dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18-jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie München sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. 1962 machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem Grand Prix de la ville d’Alger ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. 2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eduard Fallet-von Castelberg: Bettina Heinen. Kleiner, Bern 1967. (deutsch/französisch)&lt;br /&gt;
*Ali Elhadj-Tahar/Hans Karl Pesch: Bettina Heinen-Ayech. U-Form Verlag, Solingen 1982.&lt;br /&gt;
*Marianne Kopatz: Bettina Heinen-Ayech, Aquarelle und Zeichnungen aus Algerien. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1985.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah/Diana Millies/Bernard Zimmermann: Bettina Heinen-Ayech Retrospektive 1951–1992. Hrsg.: Stadtsparkasse Solingen. 1992.&lt;br /&gt;
*Malika Bouabdellah: „Bettina“ Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 1993.&lt;br /&gt;
*Hans Karl Pesch: Bettina, Kollektion Klaus Wiens. 1999, ISBN 3-88234-106-8.&lt;br /&gt;
*Dalila Mahammed Orfali: „Bettina“. Katalog zur Retrospektive im Musée National des Beaux-Arts. 2005.&lt;br /&gt;
*Taieb Larak: Bettina, la rencontre d’un peintre et d’un pays. Bettina Heinen-Ayech et l’Algérie. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerin|Hein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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		<id>https://www.muenchenwiki.de/w/index.php?title=Bettina_Heinen-Ayech&amp;diff=199456</id>
		<title>Bettina Heinen-Ayech</title>
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		<updated>2021-05-31T19:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuenhaus: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Malerin '''Bettina Heinen-Ayech''' (Künstlername war '''Bettina'''; geboren am 3. September 1937 in Solingen; gestorben am 7. Juni [[2020]] in [[München]]) stammte aus dem Allgäu und hat einen Teil ihrer Ausbildung in München erhalten. Bekannt wurde sie durch farbige Landschaftsansichten aus Algerien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen war die Tochter des aus Bauchem gebürtigem Journalisten Johann Jakob Josef „Hanns“ Heinen (1895–1961), langjähriger Chefredakteur des Solinger Tageblatts und der Branchenzeitung Eberswalder Offertenblatt, der sich auch als Lyriker und Dramatiker betätigte.[2] Ihre Mutter Erna, geborene Steinhoff (1898–1969), wurde in Düsseldorf geboren und entstammte aus einer westfälischen Familie mit Sitz auf dem Rittergut Haus Ahse bei Soest.[3][4] Bettina Heinen hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester; die Kinder wuchsen in einem von Kunst und Offenheit geprägten Elternhaus in Solingen auf.[5] Die Familie lebte in einem alten Fachwerkhaus im Ortsteil Höhscheid, ehemaliges Steigerhaus eines dortigen Bleibergwerks, das Heinen bei den Aufenthalten in ihrer Heimatstadt bis im hohen Alter weiterhin bewohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs lebte Bettina Heinen ab 1942 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in Kreuzthal-Eisenbach bei Isny im Allgäu, später stieß der Maler und Freund der Familie, Erwin Bowien (1899–1972), dazu, der 1942 nach zehnjährigem Aufenthalt in den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt war und sich auf ständiger Flucht vor den NS-Behörden befand. Der Vater Hanns Heinen folgte 1944, nachdem er einen Artikel über die wirkliche Lage Deutschlands veröffentlicht hatte. Gegen ihn und Bowien trafen in Kreuzthal Haftbefehle ein, die „das Postfräulein zerriss“, wie Heinen später angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1954 besuchte die junge Bettina Heinen das Solinger August-Dicke-Mädchengymnasium, wo eine Lehrerin ihr Talent erkannte und förderte. Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt sie durch Bowien, der 1945 zur Familie Heinen – ins sogennante &amp;quot;Schwarze Haus&amp;quot; zog und der bis zu seinem Tod ihr Mentor blieb.[3] Ab 1954 besuchte sie die Kölner Werkschulen und dort die Klasse für monumentale Wandmalerei von Otto Gerster, dabei wurden ihr drei Vorklassen erlassen.[9] 1955 wurden erstmals Werke von Bettina Heinen – 20 Aquarelle und Zeichnungen – im Kursaal von Bad Homburg ausgestellt. Bilder der damals 18-jährigen Bettina Heinen wurden von der Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath in die Gruppenausstellung Deutsche Kunst der Gegenwart (1955/56) aufgenommen, in der diese neben Kunstwerken von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz auf einer Tournee durch Südamerika, Afrika und Asien gezeigt wurden. Schmidt-Rottluff riet ihr: „Bettina, bleib Dir treu!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend folgten ein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie München sowie Reisen ins Tessin. Ab 1958 studierte Bettina Heinen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und machte die erste von mehreren Reisen nach Norwegen, wo sie am Fuß der Sieben Schwestern eine Hütte erwarb.[9] 1959 und 1962 erhielt Bettina Heinen Stipendien des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen. Es folgten Malaufenthalte auf Sylt, im Tessin und Norwegen sowie in Paris. 1962 machte Bettina Heinen ihre erste Nordafrika-Reise, als sie vom Deutschen Kulturinstitut nach Kairo eingeladen wurde.[9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris lernte Heinen 1960 im Jardin du Luxembourg ihren späteren Ehemann, den Algerier Abdelhamid Ayech (1926–2010), kennen, als sie dort gemeinsam mit Bowien malte. Zwei Jahre nach der Geburt von Tochter Diana im Jahre 1961 zog die Familie nach Guelma, dem Heimatort von Ayech in Algerien, das inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war; 1969 wurde der Sohn Haroun geboren.[10] In den folgenden Jahrzehnten pendelte Bettina Heinen-Ayech zwischen Solingen und Algerien, wo sie auf der Suche nach Motiven in ihrem Auto, „einem Vehikel, das einst als R4 geboren wurde“, zu einer bekannten Erscheinung wurde, „im Mundwinkel die unvermeidliche Zigarettenspitze“. Ihre Liebe zu Algerien beruhe auch auf der Liebe zu ihrem Mann Hamid, einem „freien und mutigen Mann“, so Bettina Heinen-Ayech.[12]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden erste Werke von Bettina Heinen-Ayech vom Nationalmuseum in Algier (Musée National des beaux-arts d’Alger) angekauft, und 1976 wurde sie mit dem Grand Prix de la ville d’Alger ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie Vorsitzende des Freundeskreises Erwin Bowien (Bowien war 1972 verstorben). 1992 wurde im Musée National des beaux-arts d’Alger eine Retrospektive mit 120 ihrer Bilder ausgestellt. 1993 erhielt sie den Kulturpreis der Solinger Bürgerstiftung Baden. 2004 wurde in Algier eine zweite große Retrospektive ihrer Werke gezeigt, die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen algerischen Kultusministerin Khalida Toumi; 2006 wurde sie erneut von der algerischen Regierung geehrt. Im selben Jahr wurde während ihrer Abwesenheit in ihr Haus in Solingen eingebrochen, es wurden gezielt sechs Gemälde von Erwin Bowien gestohlen.&lt;br /&gt;
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Bis 2018 wurden Heinen-Ayechs Bilder in über 100 Einzel- und zahlreichen Gruppenausstellungen in Europa, Amerika und in Afrika gezeigt.[14] Ihr Vorname „Bettina“ etablierte sich als ihr Künstlername, auch in der arabischen Schreibweise بتينا. Bettina Heinen-Ayechs Leben und Werk wurde in Büchern und Filmen dargestellt. 2012 kehrte sie erstmals nach dem Krieg nach Kreuzthal im Allgäu zurück und wurde dabei von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Heinen-Ayech verstarb am 7. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren in München.&lt;br /&gt;
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2020 wurde an dem Elternhaus, dem sogenannten „Schwarzen Haus“, eine Gedenktafel für sie und ihre Freunde aus einer Künstlerkolonie, angebracht. &lt;br /&gt;
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=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Wikipedia-Artikel}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Malerin|Hein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Neuenhaus</name></author>
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