Pasinger Viktualienmarkt

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Der Pasinger Viktualienmarkt ist ein Markt für Lebensmittel (lateinisch Viktualien) im Münchner Stadtteil Pasing.

Geschichte

Die Erhebung Pasings zur Stadt 1905 ist gleichzeitig der Beginn der Geschichte des Pasinger Viktualienmarktes. Am 9. Juli 1906 beschloss der Magistrat einen Grünzeugmarkt zu errichten. Man entschied sich diesen an der südwestlichen Ecke des Pasinger Marienplatzes gegenüber dem Institut der Englischen Fräulein abzuhalten. Im Januar 1907 wurde durch die kgl. Regierung von Oberbayern die Genehmigung erteilt und am 16. März 1907 der erste Markttag abgehalten.

Der zunehmende Verkehr führte dazu, dass der Markt am 1. April 1930 in den Hof des städtischen Anwesens an der Hindenburgstraße (heutige Bäckerstraße) verlegt wurde. 1937 wurde eine feste Markthalle mit zwölf Ständen errichtet, die den Verkaufsplatz quadratisch umschließt.

Den Mittelpunkt bildet ein vom Pasinger Bildhauer Hans Osel geschaffener „Fischbrunnen“ mit der in Bronze gegossenen Skulptur eines Brunnenbuberls.

Verwaltung

Der Pasinger Viktualienmarkt wird verwaltet von der Großmarkthalle München, einem Eigenbetrieb der Stadt München.

Die Nutzung des Marktes für Händler, Käufer und Passanten regelt sich über die Lebensmittelmarktsatzung. Diese Satzung gilt auch für den Viktualienmarkt, den Elisabethmarkt und den Wiener Markt.

Die Händler des Marktes haben keinen Mietvertrag, sondern eine sogenannte Zuweisung (Verwaltungsakt). Die Höhe der jährlichen Gebühren ist umsatzabhängig und richtet sich nach der Gebührensatzung für die Lebensmittelmärkte.

Anfragen nach einem Stand auf dem Markt kommen auf eine Vormerkliste. Wird ein Stand frei, werden die entsprechenden Vorgemerkten angeschrieben. Prinzipiell wird ein freiwerdender Stand wieder mit dem gleichen Sortiment besetzt, um das Marktgleichgewicht zu erhalten. Die Stände werden nach verschiedenen Kriterien vergeben: Konzept, Erfahrung, wirtschaftlicher Hintergrund, usw.

Sonstiges

  • Der Pasinger Viktualienmarkt hat eine Gesamtfläche von 1220 Quadratmeter und ist äußerlich seit der Eröffnung trotz Renovierungs- und Umbaumaßnahmen nahezu unverändert erhalten geblieben.
  • In den 1950er- und 1960er-Jahren feierten die Pasinger hier den Faschingsdienstag; ähnlich dem Tanz der Marktfrauen auf dem Münchner Viktualienmarkt.
  • Bis Anfang der 1990er-Jahre war in einem der festen Marktstände eine Filiale der Münchner Freibank untergebracht.

Weblinks