Marienplatz

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220px-Disambig-dark.svg.png Dieser Artikel befasst sich mit dem Marienplatz im Stadtkern. Ein Artikel zum Marienplatz in Pasing befindet sich unter dem heutigen Namen Pasinger Marienplatz
Marienplatz und -säule von einer Rathausgalerie, August 2000; im Hintergrund Kaufhofneubau
Mariensäule auf dem Marienplatz (Im Hintergrund Frauenkirche)

Der Marienplatz trägt seinen heutigen Namen seit dem 9. Oktober 1854 und ist seit jeher der zentrale Platz der Münchner Innenstadt. Zuvor hieß er Schrannenplatz oder einfach Markt. Hier treffen sich die Nord-Südroute, Sendlinger Straße, Rosental, Weinstraße und Dienerstraße sowie die Ost-Westroute Tal und Kaufingerstraße, über die die Händler im Mittelalter in die Stadt kamen.

Im Norden wird er vom Neuen Rathaus begrenzt, im Osten vom Alten Rathaus, die Süd- und Westseite bilden Kaufhäuser, andere Geschäfte und Gastronomie-Angebote.

Die Mariensäule auf dem Platz ließ 1638 Kurfürst Maximilian I. zum Dank für die Schonung der Stadt während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg errichten.

Sie wurde von Hubert Gerhard hergestellt und zeigt, neben dem Marienstandbild mit Mondsichel und Jesuskind am Sockel, vier Putten, die gegen einen Basilisken (dieser versinnbildlicht die Pest), einen Drachen (= Hunger), eine Schlange (= Unglaube) und einen Löwen (= Krieg) kämpfen. Die Säule stellt auch das Zentrum der bayerischen Landesvermessung dar. Während der Choleraepidemie am 9. Oktober 1854 wurde der gesamte Platz, der bis dahin wegen des dort stattfindenden Getreidemarktes Schrannenplatz hieß, in Marienplatz umbenannt, wodurch man ein Ende der Seuche zu bewirken erhoffte. Der Getreidemarkt wurde in die Schrannenhalle verlegt. Am Platz steht außerdem der Fischbrunnen, in der jetzigen Form seit 1865.

Der Marienplatz wird auch als die "gute Stube" Münchens bezeichnet. Er ist ein beliebter Veranstaltungsort für Kundgebungen oder Demonstrationen.

Christkindlmarkt

Auf dem Platz findet alljährlich der Christkindlmarkt statt. Zahlreiche Touristen aus aller Welt versammeln sich hier, um das auch über München hinaus bekannte Glockenspiel am Neuen Rathaus zu bestaunen.

S-Bahn und U-Bahn

Unterhalb des Marienplatzes befindet sich seit 1971 auf 4 Etagen der Bahnhof München Marienplatz, einer der wichtigsten Umsteigebahnhöfe der in Ost-West-Richtung verlaufenden S-Bahn (Stammstrecke) mit dem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden U-Bahn-Linien U3/U6.

Diskussionen 1949

Beim Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Marienplatzes wurden am 24. Januar im Deutschen Museum 361 Vorschläge zur künftigem Gestaltung des Marienplatzes gezeigt. Nur die wenigsten erwiesen sich als praktikabel. Ein Drittel der Planungen plädierte für eine Versetzung der Mariensäule, ein Entwurf wollte gar ganz auf sie verzichten.

Auch der Fischbrunnen stand in zahlreichen Vorschlägen zur Disposition. Die Zustimmung der meisten Besucher fand ein Plan, bei dem das Alte Rathaus ohne Turm wiederaufgebaut und der Verkehr unter diesem bzw. daneben durchgeleitet werden sollte; der durch die Kriegszerstörungen vor der Peterskirche frei gewordene Platz wäre bei diesem Vorschlag unbebaut geblieben.

Lage

Lage in vielen Karten


Literatur

  • Freimut Scholz: Der Münchner Marienplatz; Museums-Pädagogisches Zentrum; 1993; ISBN 3929862182

Galerie

Historische Aufnahmen: Blick nach Osten über den Marienplatz in Richtung Altes Rathaus

Erläuterungen zu den Bildern:

  • Das Aquarell von Karl Heinzmann, 1836, Getreidesäcke für den Handel auf dem Schrannenplatz.
  • 1885: Linker Hand ist der erste Bauabschnitt des Neuen Rathauses bereits vollendet. Gut zu erkennen ist der Fischbrunnen, Fotograf war Ferdinand Finsterlin
  • 1900: Deutlich zu erkennen ist die ovale Pflasterung in der Platzmitte

Weblinks


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