Arcisstraße
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Die Arcisstraße in der Maxvorstadt setzt ab der Brienner Straße die Katharina-von-Bora-Straße in Richtung Nord-Nordost fort.
Vorbei am im Bau befindlichen Ägyptischen Museum, der Technischen Universität und den beiden Pinakotheken — der Alten und Neuen — verläuft sie zum Alten Nordfriedhof, um schließlich in Schwabing-West am Elisabethplatz zu enden.
Benannt wurde die Straße 1826, zuvor war sie unter der Bezeichnung Friedrichstraße geführt, nach Arcis-sur-AubeW, einer Ortschaft in Frankreich, wo 1814 die Schlacht von Arcis-sur-AubeW mit Beteiligung des bayerischen Heeres gegen Napoleon I. stattfand. Bayerns König kämpfte nun gegen seinen früheren Partner.
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[Bearbeiten] Hausnummern
An der Straße befinden sich u. a.:
- 2
- Dreistöckiges Eckhaus, bildet mit der Karlstraße eine Einheit; kleines Ecktürmchen mit pilzartiger Haube, vor 1934 abgetragen.
Abgegangens Anwesen Pringsheim, Katharina-von-Bora-Straße 10, Vormals Arcisstraße 12, Aufn. um 1891
- 4
- Anfang des Jahres 1874 kauft der Schlachtenmaler Otto von Faber du Faur das Grundstück mit darauf stehendem Haus an der Arcisstraße 4. In der Folgezeit geht dem Künstler das Geld aus, so muss er er im Jahre 1896 das Anwesen mit Haus an den aus Cronheim stammenden Kaufmann Jakob Reinemann verkaufen. Dieser lässt das Haus bereits im selben Jahr abtragen.
Von 1898 bis 99 entsteht das Wohnhaus Reinemann, Architekt Friedrich von Thiersch (vormals südlicher Abschnitt, Meiserstraße 8, seit 2010 Katharina-von-Bora-Straße 8); wurde vor 1934 abgetragen. - 12
- Hochschule für Musik und Theater - Standort Arcisstraße im 1935 bis 1938 erbauten Führerbau (vgl. dazu: NS-Dokumentationszentrum). Nach dem Krieg diente das Gebäude von 1948 bis zum Umzug 1957 zum Karolinenplatz als Amerika Haus. 1889 oder 1890 wurde dort das Palais Pringsheim, eine Neo-Renaissance-Stadtvilla fertigestellt, in der der einer vermögenden schlesischen jüdischen Bergbau- und Unternehmerfamilie enstammende Mathematikprofessor Alfred Pringsheim mit seiner Frau Hedwig, geborene Dohm bis 1935 lebten. Im Haus wuchs die 1883 geborene Tochter Katharina, genannt Katja, auf, die Münchens erste Abiturientin war und später den nachmaligen Nobelpreisträger Thomas Mann heiratete. 1935 wurde der Familie das Palais von den nationalsozialistischen Machthabern abgepresst, die es abrissen und das heutige Gebäude dort errichteten. Alfred und Hedwig Pringsheim verstarben während der Kriegsjahre im Alter von 91 bzw. 87 Jahren im Exil in der Schweiz.
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- 17
- Mensa der Technischen Universität - vormals: Wohn- und Sterbehaus von Hermann Levi.
- 21
- TUM
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- 31
- Hugo-Maser-Haus, Studentenwohnheim
- 35
- Kindergarten der Ev.Luth. Kirchengemeinde St.Markus
- 40
- Apotheke
- 44
- Malergeschäft
…
- 63
- Goethe-Institut (Goethe Institute Munich)
- 68
- *Architektursalon der Architekturzeitschrift AIT
- Quelle zu 2. "Stadt im Überblick", Luftbild auf Seite 73. Fotografiert ein Jahr vor dem Abbruch der Häuserzeile an der Arcisstraße.
- Quelle zu 4. Stadtarchiv München. LBK 729 Bd. 1-3; Familienbogen Otto von Faber du Faur.
[Bearbeiten] Lage
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Alexander Krause: Arcisstraße 12, ISBN 3-8652-0094-X
- Ulrike Grammbitter, Iris Lauterbach: Das Parteizentrum der NSDAP in München (DKV-Edition). Berlin/München 2009, ISBN 978-3-422-02153-2