Akademie der Bildenden Künste

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Akademie der Bildenden Künste München
Präsident: Prof. Dieter Rehm
Gründungsjahr: 1808
Ort: München (Bayern)
immatrikulierte Studenten: ca. 700 (2015)
Anschrift: Akademiestraße 2 - 4
80799 München
Website: Www.png adbk.de, offizielle Website

Die Akademie der Bildenden Künste München ist eine der ältesten und bedeutendsten Kunstakademien Deutschlands.

Portal
Neue Akademie der Künste (Postkartenmotiv um 1900)

Geschichte

Die Akademie der Bildenden Künste wurde 1808 durch König Maximilian I. von Bayern als "Königliche Akademie der Bildenden Künste" gegründet. Ihr erster Direktor war Johann Peter von Langer, vorher Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie. Ihm folgte 1824 Peter von Cornelius.

1886 bezog sie den von 18741875 errichteten repräsentativen Neubau von Gottfried von Neureuther in der Akademiestraße beim Siegestor, in dem sie auch heute noch ihren Sitz hat.

Neben ihrer Rolle als Ausbildungsstätte war die Akademie bald auch eine Künstlergesellschaft. Die Landschaftsmaler der ersten Generation (z.B. Max Joseph Wagenbauer, Johann Jakob Dorner der Jüngere, Simon Warnberger, Franz Xaver von Meixner) waren stilistisch richtungsweisend für die Entwicklung der im Umkreis dieser Akademie beheimateten Münchner Schule. Sie sind jedoch nicht so bekannt geworden wie ihre Nachfolger.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Münchner Akademie einen weltweit führenden Ruf. Es lehrten hier z.B. die Maler Franz von Defregger und Franz von Stuck sowie die Bildhauer Adolf von Hildebrand, Max Widnmann und Ludwig Schwanthaler. Student zu dieser Zeit war Franz von Lenbach. Eine Blütezeit erlebte die Akademie unter Wilhelm von Kaulbach und Karl Theodor von Piloty.

Vor allem das spätere Ansehen ihrer früheren Studenten zeigt die Bedeutung der Akademie um die Jahrhundertwende: Zu den Studenten zählten da Lovis Corinth, Otto Mueller, Wassily Kandinsky, Alfred Kubin, Paul Klee, Franz Marc, Richard Riemerschmid, Otto Greiner und Bruno Paul. Unzählige dieser bekannten Namen finden sich auf einzelnen Tafeln, die entlang der Akademiestraße an der Fassade des Hauptbaus angebracht sind.

Nach dem Ersten Weltkrieg büßte die Akademie ihre Bedeutung ein. Nach der Niederschlagung der Räterepublik herrschte in München ein repressives Klima. Für die nationalsozialistische Kulturpolitik war die Akademie nach 1933 eine wichtige Betätigungsstätte. Nationalsozialistische Künstler wie der "Reichsschamhaarmaler" Adolf Ziegler und der gigantomanische Bildhauer Josef Thorak wurden an die Akademie berufen.

Nach 1946 wurde die Akademie durch die Berufung von Franz Xaver Fuhr, Sep Ruf, Toni Stadler (alle drei 1946), Charles Crodel (1952) und Georg Meistermann (1964) erneuert. In den Nachkriegsjahren fiel es der Münchner Akademie dennoch schwer, sich von ihrer nationalsozialistischen Prägung zu lösen und sich der internationalen Moderne anzuschließen. 1953 erhält die Akademie ihren heutigen Namen. Die Akademie hat trotz vieler Bemühungen bis heute nicht die Bedeutung früherer Jahre erlangt.

Präsident der Akademie ist Prof. Dieter Rehm (frühere Rektoren: Olaf Metzel, Wieland Schmied).

Am 26. 0kt. 2005 wurde der moderne Erweiterungsbau der Architektengemeinschaft Coop Himmelb(l)au eröffnet. Der Studienbetrieb wurde im Laufe des Wintersemesters 2005/2006 in den neuen Räumen aufgenommen. Die Baumaßnahmen am gesamten Gebäude waren bis zur 200-Jahrfeier 2008 abgeschlossen.

Castor und Pollux

Accademia di Monaco

Das Ensemble der 2014 an der Hochschule gegründeten Accademia di Monaco unter der Leitung von Mary Utiger und Joachim Tschiedel erarbeitet Kammermusik u.a. von Telemann, Pez, Fasch, Scarlatti auf "historischen" Instrumenten.

Lehrende (früher—heute), Lernangebote

Neben dem klassischen Angebot der Akademie im Bereich Malerei und Bildhauerei wurde das Lehrangebot der Akademie nach dem Zweiten Weltkrieg erheblich erweitert. Die Kunstgewerbeschule und die Ausbildung für das Lehramt an Gymnasien wurden eingegliedert. Seit 1978 werden Innenarchitektur als Diplom-Studiengang und zwei Aufbaustudiengänge (Architektur sowie Bildnerisches Gestalten und Kunsttherapie) angeboten.

Castor und Pollux

Als Kunst am Bau: Castor und Pollux sind in den Sagen zwei Söhne von Zeus. Sie stehen hier als Reiterskulpturen vor dem Haupteingang. Die Pferde der Zwillinge stehen nur einen Moment.

Siehe auch

Weblinks


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