Adolf Erbslöh

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Adolf Erbslöh (1881 — 1947) war ein avantgardistischer Maler am Anfang des 20. Jahrhunderts, der sehr lange in und bei München lebte und arbeitete. Unter anderem war er der zweite Vorsitzende der Neuen Künstlervereinigung München.

Als Sohn eines aus Barmen (heute NRW) stammenden Kaufmannes wurde er am 27. Mai 1881 in New York geboren und lebte die ersten sechs Jahre in Amerika, bevor die Familie mit ihm zurück nach Deutschland zieht. Eigentlich sollte er Kaufmann werden, doch bricht er die Lehre schon nach einem halben Jahr ab, um Kunst an der Karlsruher Akademie zu studieren. 1905 setzt er das Studium in München fort und heiratet 1907. Er führt mit der ebenfalls aus Barmen stammende Kaufmannstochter Adeline Schuchard ein großbürgerliches Leben in Schwabing.

Mit Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky und Oscar Wittenstein gründete er 1909 die Neue Künstlervereinigung. Er organisiert Ausstellungen der Gruppe in Barmen, Elberfeld und im Rheinland, vermittelt Käufer und erwirbt Gemälde seiner Freunde. Ein Dutzend besaß er allein von Jawlensky.

Nach dem internen Streit mit Wassily Kandinsky und Franz Marc 1912 in der Künstlervereinigung, folgte er den beiden nicht in den Blauen Reiter. Seine Bilder werden ebenfalls dem Expressionismus zugeordnet.

1916 tritt der Maler der „Münchner Neuen Secession“ bei, bevor er später, in den 30er Jahren, das immer konservativer werdende Münchner Kulturleben meidet. Hier gelten seine Bilder den Nazis nach der Machtübernahme als entartet. Er zieht aufs Land nach Irschenhausen im Isartal, wo er am 2. Mai 1947 stirbt.

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  • 2017, Heydt Museum, Wuppertal, Ausstellung „Adolf Erbslöh, der Avantgardemacher“


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